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Frankfurt und Aachen starten remis - Drei Ostclubs vorn

dpa MüNCHEN. Ernüchterung in Köln und München, Jubel im Osten - beim „Unternehmen Wiederaufstieg“ mussten die Favoriten TSV 1860 und 1. FC Köln den ostdeutschen Clubs den Vortritt lassen.

dpa MüNCHEN. Ernüchterung in Köln und München, Jubel im Osten - beim "Unternehmen Wiederaufstieg" mussten die Favoriten TSV 1860 und 1. FC Köln den ostdeutschen Clubs den Vortritt lassen.

Mit der Rückkehr ins Stadion an der Grünwalder Straße gab es für die "Löwen" beim 2:2 im Lokalderby gegen die Spvgg Unterhaching einen deftigen Dämpfer. Mitabsteiger 1. FC Köln patzte bei der Nullnummer gegen Energie Cottbus. Spitzenreiter FC Erzgebirge Aue mit dem 5:1- Schützenfest gegen Rot-Weiß Essen, Dynamo Dresden (3:1 gegen Duisburg) und Rot-Weiß Erfurt mit dem 2:0 beim 1. FC Saarbrücken machten den erfolgreichen Saisonauftakt der Ost-Clubs perfekt.

Eintracht Frankfurt und Alemannia Aachen trennten sich unentschieden. Die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel kam im Auswärtsspiel am Tivoli nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Vor 20 239 Zuschauern dominierten die Hausherren von Coach Dieter Hecking zwar lange das Geschehen, doch Alexander Meier erzielte in der 78. Minute das 1:0 für den Erstliga-Absteiger. Reiner Plaßhenrich glich zum Endstand aus (88.).

Den kräftigsten Paukenschlag am ersten Spieltag setzte Aue, das Neuling Essen eine bittere Lektion erteilte und vor Dresden und Erfurt an die Tabellenspitze stürmte. "Wir haben teures Lehrgeld zahlen müssen", sagte RWE-Trainer Jürgen Gelsdorf. Wie Dresden feierte auch Erfurt dank Alexander Schnetzler (45.) und Pavel David (88.) beim Aufsteiger-Duell in Saarbrücken ein gelungenes Zweitliga-Debüt. Das Montagsspiel von Eintracht Frankfurt bei Alemannia Aachen rundet den 1. Spieltag ab.

Neun Jahre nach dem Umzug ins Olympiastadion hatten die Münchner "Löwen" bei der Rückkehr ins Kult-Stadion nur wenig zu feiern. Nach der Führung durch Goran Sukalo (13.) für die von Weltmeister Andreas Brehme trainierten Hachinger brachten die Neuzugänge Karlheinz Pflipsen (33.) mit einem von Norman Loose verursachten Handelfmeter und Michal Kolomaznik (42.) 1860 vor 27 272 Zuschauern in Front. Nach dem Seitenwechsel wurde das Team von Trainer Rudi Bommer immer stärker, aber Marcel Schied (68.) nutzte ein Missverständnis in der 1860-Abwehr zum 2:2 für Haching. "Wir müssen noch an etlichen Dingen arbeiten", räumte Bommer nach dem mäßigen Auftakt ein. Zufrieden zeigte sich Gästetrainer Brehme: "Wir haben gegen einen Mitfavoriten auf den Aufstieg ein Unentschieden herausgeholt."

Der 1. FC Köln, von 17 der 18 Trainer zum Top-Favoriten auf den Aufstieg gekürt, kam vor 38 000 Zuschauern im Rheinenergie-Stadion erst in der zweiten Halbzeit auf Betriebstemperatur, doch die größte Chance hatten die ersatzgeschwächten Cottbuser. Der ehemalige Burghausener Youssef Mokhari, mit 300 000 ? teuerster Neueinkauf der 2. Liga, scheiterte in der 63. Minute an FC-Schlussmann Stefan Wessels. "Wir müssen uns an die Nase fassen und nächste Woche die Punkte holen", sagte FC-Coach Huub Stevens.

In einer mäßigen Begegnung ohne nennenswerte Höhepunkte gelang Neuzugang Tomas Votava (67.) per Kopfball das Siegtor der Spvgg Greuther Fürth gegen LR Ahlen. Mike Rietpietsch (15.) für Rot-Weiß Oberhausen und Anton Labak (29.) für Eintracht Trier trafen beim 1:1 im Niederrheinstadion.

Neben Aue und Dresden fühlte sich auch Wacker Burghausen als Sieger. "Die Mannschaft hat bis zum Schluss gekämpft und körperlich alles gegeben", lobte Trainer Markus Schupp sein Team nach dem 1:1 beim Karlsruher SC, der in Frankfurt womöglich auf die verletzten Sean Dundee, Christian Kritzer und Danny Schwarz verzichten muss.

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