Frankfurter Börsenchef Seifert erwartet LHS-Fusion
Kapitalmärkte werden für die Konsolidierung sorgen

Nach dem Platzen der deutsch-britischen Börsenfusion wird sich nach Einschätzung des Frankfurter Börsenchefs Werner Seifert eine finanzkräftige Firma finden, die mit der LSE fusioniert.

Reuters FRANKFURT. Nach dem Scheitern des geplanten Zusammengehens von London Stock Exchange (LSE) und Deutscher Börse AG sollte die Frage der Konsolidierung nun den Kapitalmärkten überlassen werden, sagte Seifert am Donnerstagabend in Frankfurt. Er gehe davon aus, dass eine finanzkräftige Firma es bewerkstelligen werde, sich mit der LSE zusammen zu tun, fügte der Chef der Deutschen Börse ohne weitere Erläuterung hinzu.

Deutsche Börse und LSE wollten sich ursprünglich zum gemeinsamen Finanzmarkt iX zusammenschließen, was jedoch an einem feindlichen Übernahmeangebot des schwedischen Börsenbetreibers OM Gruppen scheiterte. Nach der Offerte der Stockholmer Gesellschaft hatte die LSE den Fusionsprozess abgebrochen, um sich nach eigenen Angaben hinreichend auf eine Abwehr des OM-Angebots konzentrieren zu können.

Seither wird heftig darüber spekuliert, ob andere Gesellschaften wie die Deutsche Börse oder der Dreiländermarkt Euronext ein Gegenangebot für die LSE unterbreiten könnten. Die Deutsche Börse denkt nach früheren Angaben aus zuverlässigen Kreisen gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters über eine Offerte zusammen mit den Finanzplätzen Madrid und Mailand nach.

Seifert verteidigte auch erneut das iX-Vorhaben. Die deutsch-britische Fusion hätte die notwendige kritische Masse gehabt, um die Konsolidierung der europäischen Finanzmärkte voranzutreiben.

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