Frankfurterinnen geschlagen
Potsdamer Fußball-Damen holen DFB-Pokal

Die Erfolgsserie der Fußball-Damen des FFC Frankfurt im DFB-Pokal ist gerissen. Turbine Potsdam spielte die Hessinnen im Berliner Olympiastadion an die Wand.

HB BERLIN. Die Fußballerinnen des 1. FFC Turbine Potsdam haben zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte den DFB-Pokal gewonnen. Durch den 3:0 (1:0)-Erfolg über den Titelverteidiger 1. FFC Frankfurt beendeten die Brandenburgerinnen die Dominanz des Hessinnen nach fünf Pokalsiegen in Folge. Conny Pohlers (27.), Jennifer Zietz (49.) und Anja Mittag (54.) sorgten vor 20.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion für die erste Frankfurter Niederlage nach 29 Erfolgen im Pokalwettbewerb hintereinander.

«Der Sieg bedeutet mir alles», so Potsdams Trainer Bernd Schröder. «Wir haben so lange darauf hingearbeitet.» Mit dem Pokalsieg hat der mehrmalige DDR-Meister nach der Wiedervereinigung seinen ersten Titel überhaupt gewonnen.

Frankfurt musste neben Bianca Rech, Sabrina Rastetter und Patrizia Barucha weiter auf die beiden Langzeitverletzten Nia Künzer und Renate Lingor verzichten. Besonders die Spielmacherin fehlte dem vierfachen Meister an allen Ecken und Enden. So übernahm Potsdam von Beginn an die Initiative und erarbeiteten sich einige Chancen.

Allerdings vergaben Navina Omilade (16.) und Petra Wimbersky (24.) selbst beste Möglichkeiten kläglich. Omilade traf aus fünf Metern das Tor nicht und Wimbersky scheiterte sogar mit einem Foulelfmeter an Schlussfrau Marleen Wissink. Zuvor hatte Pia Wunderlich Potsdams Torjägerin Pohlers im Strafraum gefoult.

Drei Minuten nach dem vergebenen Strafstoß war Pohlers aber nicht mehr zu halten. Nach einer schönen Hereingabe rutschte Wimbersky zunächst über den Ball, Pohlers staubte zur verdienten Führung ab.

Der fünffache Pokalsieger aus Hessen enttäuschte in der ersten Halbzeit völlig. Lediglich Steffi Jones hatte nach einer halben Stunde eine gute Möglichkeit zum Ausgleich, konnte aber Potsdams Torfrau Nadine Angerer nicht überwinden. Von Weltfußballerin Birgit Prinz war dagegen überhaupt nichts zu sehen. Erst zum Ende der ersten Hälfte kam Frankfurt besser auf, ohne sich jedoch zwingende Chancen zu erarbeiten.

Der Höhenflug war aber gleich nach dem Seitenwechsel beendet. Nach zwei Kontern hatte Potsdam innerhalb von sechs Minuten die Vorentscheidung herbeigeführt. In der 49. Minute schloss Jennifer Zietz einen Konter abgebrüht zum 2:0 ab. In der 54. Minute narrte Anja Mittag die gesamte Hintermannschaft nebst Torfrau Wissink und traf zum 3:0. In der Folge ließen die Brandenburgerinnen weitere gute Einschusschancen ungenutzt.

Frankfurt gab trotz des Rückstandes nicht auf. Birgit Prinz verzeichnete jetzt zwei Chancen zur Ergebniskorrektur. Doch die überragende Stürmerin, die ihre Elf bei der Weltmeisterschaft 2003 in den USA mit acht Treffern zum Titel geführt hatte, konnte den Ball ebenso nicht versenken wie die Potsdamerinnen bei ihren nunmehr zahlreichen Kontern.

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