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Frankfurts Nashorn-Dame «Hama» beschnuppert neue Heimat in Südafrika

Johannesburg (dpa) - Erschöpft, aber sichtlich interessiert hat das Spitzmaulnashorn «Hama» aus dem Frankfurter Zoo nach einem zwölfstündigen Flug seine neue Heimat in Südafrika beschnuppert.

«Es geht ihr gut. Sie ist zur Zeit in einem umzäunten Gehege im Krüger- Nationalpark», erklärte Parksprecher William Mabasa der dpa. Die Nashorn-Dame soll frisches Blut in südafrikanische Nationalparks bringen.

Das drei Jahre alte Weibchen war in der Nacht zum Mittwoch an Bord einer Lufthansa Cargo-Frachtmaschine Richtung Johannesburg gestartet. Nach einer Eingewöhnungszeit im Krüger-Nationalpark kommt das 800 Kilogramm schwere Tier in den Marakele-Nationalpark. Begleitet wird «Hama», die in einer Holzkiste reist, von Pfleger und Tierarzt.

Spitzmaulnashörner wurden jahrzehntelang von Wilderern verfolgt. Begehrt auf dem Schwarzmarkt ist das vordere Nasenhorn der Tiere. Zu Pulver gemahlen wird es als Medizin unter anderem in Asien verkauft. Bis in die 80er Jahre hatten nach Angaben des Frankfurter Zoodirektors Christian Schmidt in Südafrika nur gut 20 Spitzmaulnashörner überlebt. Durch Schutzprogramme sei inzwischen die Zahl der Nashörner in südafrikanischen Nationalparks wieder auf 350 gestiegen, berichtete die Zoologische Gesellschaft Frankfurt. Sie koordiniert das Wiederansiedlungsprogramm.

Auch «Hamas» ältere Schwestern «Akura» und «Dzimba» waren in den vergangenen Jahren von Frankfurt nach Südafrika gebracht worden. Während «Dzimba» wenig später starb, zieht «Akura» inzwischen im Marakele-Nationalpark eine Tochter auf.

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