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Frankreich bestellt bei EADS Atomraketen für drei Milliarden Euro

Die französische Regierung hat bei dem Europäischen Raumfahrt- und Rüstungskonzern EADS ballistische Raketen im Wert von drei Mrd. Euro bestellt.

dpa-afx PARIS. Die französische Regierung hat bei dem Europäischen Raumfahrt- und Rüstungskonzern EADS ballistische Raketen im Wert von drei Mrd. Euro bestellt. Wie das französische Verteidigungsministerium am Donnerstag in Paris mitteilte, sollen mit den Raketen des Typs M51 ab 2010 vier Atom-U-Boote der Atlantik-Flotte Frankreichs ausgestattet werden. Dennoch gaben die EADS-Aktien an der Pariser Börse bis zur Mittagszeit in einem freundlichen Markt um 1,6 Prozent nach.

Der Auftrag ging an die EADS-Sparte Space Transportation (Trägersysteme und Raumfahrt-Infrastrukturen) als Generalunternehmen. Über die genaue Zahl der bestellten Raketen wurden keine Angaben gemacht. Die Bestellung durch das Beschaffungsamt DGA werde 1 200 Arbeitsplätze in den kommenden zehn Jahren sichern, teilte das Verteidigungsministerium weiter mit. Die Entwicklungskosten für die M51 wurden mit fünf Mrd. Euro angegeben, die Produktionskosten mit drei Mrd..

Bei der M51 handelt es sich um eine Weiterentwicklung der M45, mit der die französischen Atom-U-Boote derzeit bestückt sind. Premierminister Jean-Pierre Raffarin hatte bereits im Juli dieses Programm gebilligt. "Die nukleare Abschreckung bliebt das grundlegende Element der Unabhängigkeit Frankreichs", hatte er gesagt. Die M51 repräsentiere den neuesten Stand der Technologie.

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