Frankreich gut ein Prozent fester
Europa-Börsen tendieren freundlich

Die wichtigsten europäischen Börsen verzeichnen am Montag gegen Mittag mehrheitlich Zuwächse. Der DJ Euro Stoxx50-Index notierte gut ein Prozent im Plus bei rund 3515 Zählern. Der gestiegene deutsche Ifo-Index wirkte sich positiv aus.

Reuters LONDON. Händler verwiesen auf den überraschend positiv ausgefallenen Ifo-Geschäftsklima-Index für Westdeutschland. Dies habe Hoffnungen auf eine Erholung bei den Unternehmensgewinnen geweckt. Der Index war im Mai im Vergleich zum Vormonat auf 91,5 von 90,5 Punkten gestiegen. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einem Zuwachs auf 90,6 Punkten gerechnet.
Als Stütze erwiesen sich Versicherer. Händler verwiesen dabei auf die Titel der Müncher Rück, die rund drei Prozent stiegen. Der Rückversicherer hatte am Montagvormittag sein Geschäftszahlen präsentiert, die am oberen Ende der Erwartungen lagen. Gesucht waren auch Technologie- und Telekomwerte. Bei diesen hätten sich Deckungskäufe von Hedge Funds bemerkbar gemacht, hiess es von Händlerseite. Im Technologie-Sektor führten ASML International mit plus drei Prozent die Gewinnerliste an. Bei den Telekomwerten erwiesen sich die Titel der Deutschen Telekom, die über vier Prozent zulegten, als Zugpferd.

LONDON - Die Londoner Aktienbörse notierte fester. Der FTSE-100-Index gewann 0,1 Prozent 5175 Punkte. Gefragt waren Vodafone, die 1,5 Prozent anzogen. Der Mobilfunkriese wird am Dienstag seine Jahreszahlen vorlegen. Gesucht waren auch Compass Group, die über drei Prozent kletterten. Händler verwiesen auf einen freundlichen Kommentar von ABN. Im Fokus der Anleger standen auch die Titel des Privatradios GWR Group, die über fünf Prozent zulegten. Zuvor hatte das Unternehmen einen Anstieg des Ergebnisses im ersten Quartal in Aussicht gestellt. Interesse weckten auch Titel des Telekomausrüsters Marconi, die zeitweise fast neun Prozent in die Höhe schnellten. Händler verwiesen auf einen Zeitungsbericht, wonach das Unternehmen kurz vor Abschluss eines grösseren Auftrags stehe.

PARIS - In Paris beflügelten France Telecom den Markt. Der CAC-40-Index gewann 1,3 Prozent auf 4393 Zähler. Die Aktien von France Telecom kletterten im Vorfeld der Generalversammlung rund 1,4 Prozent. Händler sprachen von Deckungskäufen. Gesucht waren auch die Titel des Einzelhändlers Carrefour, die 3,4 Prozent kletterten. Zuvor hatte Deutsche Bank den Wert auf "buy" von zuvor "market perform" heraufgestuft. Uneinheitlich notierten Technologiewerte. Während die Aktien des IT-Beraters Cap Gemini und Dassault Systemes zwischen einem und 0,3 Prozent verloren, stiegen STMicroelectronics 1,3 Prozent. Vivendi Universal legten aufgrund von Spekulationen über einen möglichen Teilverkauf der Unternehmenseinheit Vivendi Environnement 2,8 Prozent zu.

ZÜRICH - Nach einem verhaltenen Start haben die Schweizer Aktien am Montag im Verlauf dank Gewinnen bei den Versicherungen an Fahrt gewonnen und mehrheitlich höher notiert. Der SMI notierte um 0,7 Prozent höher auf 6619 Punkten. Spekulative Käufe und das gute Ergebnis der Münchner Rück hätten den Versicherungssektor unterstützt. Swiss Re stiegen fast drei Prozent. Gesucht waren auch Zurich, die 2,2 Prozent gut machten; Rentenanstalt legten 0,7 Prozent zu. Neben den Versicherungen stünden zudem Novartis und Roche in der Gunst der Marktteilnehmer, hiess es weiter.

AMSTERDAM/ BRÜSSEL - Die Börsen der Benelux-Staaten notierten fester. Der niederländische AEX-Index gewann rund ein Prozent auf 497 Punkte, während der belgische Bel20-Index 0,3 Prozent auf 2719 Punkte zulegte. An der Brüsseler Börse erholten sich die Titel von Dexia von den deutlichen Verlusten vom Freitag und legten 2,6 Prozent zu. In Amsterdam standen die Titel des Chipherstellers ASML in der Gunst der Investoren und kletterten rund drei Prozent. Als Unterstützung erwiesen sich auch die Titel von ABN AMRO, die zwei Prozent gewannen.

MAILAND - Der italienische MIB-30-Index gewann 0,7 Prozent auf 30 757 Zähler. Im Fokus der Anleger standen Fiat; die Titel des Autobauers fielen 3,5 Prozent. Händler sprachen von neuen Spekulationen, wonach die Bonität seiner Schulden herabgestuft werden könnte. Als Stützen erwiesen sich die Titel des Energiekonzerns Eni, die rund ein Prozent anzogen. Telecom Italia gewannen 0,6 Prozent.

MADRID - An der spanischen Börse notierte der Ibex-35-Index über 0,7 Prozent fester auf 8007 Zählern. Laut Händlern verliehen Telekom - und Technologiewerte dem Markt Auftrieb. Telefonica stiegen beinahe zwei Prozent. Terra Lycos notierten 1,5 Prozent fester. Das Interesse der Anleger weckten auch die Titel der beiden schwergewichtigen Banken BBVA und Santander Central Hispano. BBVA gewannen 1,2 Prozent, Santander zogen rund ein Prozent an.

STOCKHOLM - Die skandinavischen Aktien notierten insgesamt leicht fester. Der Stoxx-Nordic-Index legte 0,3 Prozent auf rund 301 Zähler zu. Zu den Gewinnern zählten die beiden Technologie-Schwergewichte Nokia und Ericsson, die beide jeweils rund ein Prozent stiegen. Gesucht waren auch die Titel des Nokia-Zulieferers Eimo, die 3,7 Prozent gewannen. Gegen den Trend schwächer notierten die Titel des Pharmakonzerns AstraZeneca mit einem Minus von über einem Prozent.

WIEN - An der Wiener Börse notierte der ATX-Index 0,2 Prozent schwächer bei 1321 Punkten. Händler sprachen von einem ruhigen Handel. Als Belastung erwiesen sich die Titel des Schwergewichtes Telekom Austria, die rund ein Prozent nachgaben. Gegen den Trend positiv notierten Wienerberger mit einem Plus von 1,4 Prozent.

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