Frankreich im Tal der Tränen
Zwischenruf: Tristesse francaise

Welch ein Drama: Frankreichs Fußballstars kehren von der WM heim, ohne auch nur einen Ball im Tor versenkt zu haben.

Der Absturz des Titelverteidigers, der die Weltmeisterschafts-Trophäe im Spaziergang wieder nach Paris holen wollte, trifft die Franzosen in einem Augenblick, der kaum ungünstiger sein könnte: der Konjunkturmotor stottert, das Wachstum schwächelt, die Arbeitslosigkeit wächst. Der fußballerische Dämpfer droht nun die ökonomische Tristesse noch zu verstärken.

Auf die neue Rechts-Regierung, die den zweiten Urnengang der Parlamentswahlen am Sonntag gewinnen dürfte, wartet daher eine besondere Herausforderung: Sie muss die neue Mehrheit - das Ende des Mitregierens der Sozialisten nach Jahren der Kohabituation - zu einer Reformpolitik nutzen, die Frankreich wieder aus dem Tal der Tränen hinausführt. Das wird alles andere als ein Spaziergang.

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