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Frankreich trotzt irakischen Geisel-Erpressern

Frankreich will ungeachtet eines Ultimatums der Entführer zweier Journalisten an dem Kopftuchverbot festhalten, das zum Schulbeginn am Donnerstag wirksam wird. Die Frage einer eventuellen Aufhebung des Verbots „stellt sich nicht“, sagte Regierungssprecher Jean-François Copé am Montag.

dpa PARIS. Frankreich will ungeachtet eines Ultimatums der Entführer zweier Journalisten an dem Kopftuchverbot festhalten, das zum Schulbeginn am Donnerstag wirksam wird. Die Frage einer eventuellen Aufhebung des Verbots "stellt sich nicht", sagte Regierungssprecher Jean-François Copé am Montag.

Die Entführer, die sich "Islamische Armee Iraks" nennen, drohen mit der Ermordung der zwei im Irak verschleppten französischen Journalisten, wenn Paris nicht das Kopftuchverbot an öffentlichen Schulen aufhebt.

Das Gesetz, das die Nationalversammlung im März mit überwältigender Mehrheit verabschiedet hatte, verbietet das Tragen "auffälliger" religiöser Symbole wie islamische Kopftücher, christliche Kreuze und jüdische Kippas. Die arabischen Botschafter in Frankreich haben unterdessen ihre "rückhaltlose Solidarität" mit der Regierung in Paris erklärt. "Wir verurteilen auf das schärfste diese inakzeptable Erpressung des französischen Staates", hieß es in einer Mitteilung der Botschafter in Paris.

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