Frankreich übernimmt das Kommando
Deutschland beteiligt sich an Einsatz im Kongo

Die Bundesregierung will den Vereinten Nationen (Uno) eine medizinische und logistische Beteiligung Deutschlands am geplanten Uno-Einsatz im afrikanischen Kongo anbieten.

Reuters BERLIN. Dies hätten Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) und Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) am Mittwoch im Kabinett angekündigt, teilte der stellvertretende Regierungssprecher Hans Langguth vor Journalisten in Berlin mit. Eine Beteiligung an Kampftruppen schloss der Sprecher aus. Die Bundeswehr will nach Angaben eines Sprechers von Struck ein fliegendes Lazarett vom Typ Airbus zum Transport Verwundeter und die Entsendung von Stabsoffizieren in die französische Hauptstadt Paris anbieten.

Frankreich soll das Kommando über die Truppe übernehmen. Zudem werde die Bundeswehr Transport-Unterstützung in die Region durch Transall-Flugzeuge anbieten. Diese würden jedoch nicht den Kongo selbst ansteuern. Bisher habe es aber noch keine Anfrage von Frankreich, sondern nur Gespräche auf Arbeitsebene gegeben. Langguth zufolge sagte Fischer im Kabinett, im Kongo sei damit zu rechnen, dass dort weitere Massaker drohten. Die Lage sei instabil. In der ehemaligen belgischen Kolonie herrschen seit Jahren Kämpfe, allein in den vergangenen zwei Wochen wurden der Uno zufolge hunderte Zivilisten getötet. Der Uno-Sicherheitsrat hatte am Wochenende der Entsendung einer Friedenstruppe zugestimmt.

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