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Französische Jolo-Geiseln sind Entführern entkommen

Zwei französische TV-Journalisten sind ihren Geiselnehmern auf der Philippinen-Insel Jolo nach eigenen Angaben in der Nacht zum Mittwoch entflohen.

Reuters JOLO. Zwei französische TV-Journalisten sind ihren Geiselnehmern auf der Philippinen-Insel Jolo nach eigenen Angaben in der Nacht zum Mittwoch entflohen. Die beiden Reporter berichteten, sie seien ihren Entführern von der moslemischen Rebellenorganisation Abu Sayyaf im Schutze der Dunkelheit entkommen. Die beiden 46 und 49 Jahre alten Journalisten wurden am Mittwoch in die philippinische Hauptstadt Manila ausgeflogen, wo sie mit Präsident Joseph Estrada zusammentrafen. Zunächst war nicht klar gewesen, wie die beiden Männer freigekommen waren. Soldaten hatten sie Mittwochfrüh an einer Straße auf Jolo entdeckt.

Jean-Jacques Le Garrec und sein Kollege Roland Madura berichteten, sie hätten die Nacht nach ihrer Flucht im Dschungel verbracht. Die beiden Männer, die im Beisein eines strahlenden Präsidenten Estrada vor die Presse traten, wirkten angespannt. Sie hätten wegen der Offensive des philippinischen Militärs gegen ihre Entführer in den vergangenen Tagen große Ängste ausgestanden, sagte Madura. Ihrer Ansicht nach seien nicht nur die Entführer, sondern auch die Geiseln in Gefahr gewesen.

Das philippinische Militär hatte am Samstag eine großangelegte Offensive gegen die Moslemrebellen auf Jolo gestartet, bei der mindestens elf Rebellen und Zivilisten getötet worden sein sollen. Die Rebellen halten weiter 13 Philippiner, drei Malaysier und einen US-Amerikaner in ihrer Gewalt. Der Amerikaner sollte Estrada zufolge möglicherweise ebenfalls noch am Mittwoch freikommen. Die beiden französischen Journalisten waren im Juli verschleppt worden, als sie auf Jolo über das Schicksal anderer Abu-Sayyaf-Geiseln berichten wollten.

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