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Französische Journalisten im Irak freigelassen

Die beiden vor vier Monaten im Irak entführten französischen Journalisten sind frei. Das hat das Pariser Außenministerium am Dienstag offiziell am Dienstag bestätigt.

dpa PARIS/KAIRO. Die beiden vor vier Monaten im Irak entführten französischen Journalisten sind frei. Das hat das Pariser Außenministerium am Dienstag offiziell am Dienstag bestätigt.

Christian Chesnot (37) und Georges Malbrunot (41) sind nach den Angaben von ihren Entführern der französischen Botschaft in Bagdad übergeben worden. Sie waren seit dem 20. August in der Gewalt der Gruppe "Islamische Armee im Irak". Der Bruder von Christian Chesnot sagte am Abend, die beiden seien bereits in Amman angekommen. Premierminister Jean-Pierre Raffarin habe ihm mitteilen lassen, ihnen gehe es gesundheitlich gut. Die Journalisten sollen am Mittwochabend zurück in Frankreich sein.

Nähere Einzelheiten zu der Freilassung drei Tage vor Weihnachten wurden zunächst nicht bekannt. Chesnot und Malbrunot waren im August südlich von Bagdad verschleppt worden, als sie sich auf dem Weg in die Schiiten-Stadt Nadschaf befanden. Im "tödlichen Dreieck" unmittelbar im südlichen Vorland von Bagdad machen sunnitische Extremisten die Verkehrswege unsicher.

Die Entführer hatten zunächst die Abschaffung des Kopftuchverbots an den französischen Schulen gefordert und später dann in einer Internet-Botschaft die Haltung der Pariser Regierung im Irak-Konflikt gelobt. Zu keinem Zeitpunkt hätten sie ein Lösegeld verlangt, gaben sie an. Eine zweifelhafte private Vermittlungsaktion scheiterte spektakulär. Die Bemühungen um Freilassung brachen zunächst ab.

"Wie sind sehr erleichtert, das ist ein wunderbares Weihnachsgeschenk", sagte der Bruder des Radio-Reporters Chesnot. Der Generalsekretär der "Reporter ohne Grenzen", Robert Ménard, nannte die Freilassung am 124. Tag nach der Geiselnahme "fantastisch. Wir sind außer uns vor Freude." Premierminister Raffarin unterbrach eine Türkei-Debatte im Pariser Senat, um die Nachricht freudig zu verkünden. In der Nationalversammlung quittierten die Abgeordneten die Information aus dem Irak mit einem Beifallssturm.

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