Französischer Film "Amélie" fünfmal nominiert
"Herr der Ringe" ist Top-Favorit für Oscars

Das Fantasy-Filmepos "Der Herr der Ringe" ist in diesem Jahr klarer Favorit für die meisten Oscars. Die aufwändige Verfilmung des Romans von J.R.R. Tolkien wurde am Dienstag in Los Angeles in 13 Kategorien für die wichtigsten Kinopreise der Welt nominiert.

afp LOS ANGELES. Auf den nächsten Plätzen liegen das Psychodrama "A Beautiful Mind" und das Pop-Musical "Moulin Rouge" mit je acht Nominierungen sowie die Gesellschaftssatire "Gosford Park" von Regieveteran Robert Altman mit sieben Nominierungen. Ein deutscher Film liegt nicht im Rennen. Unter den ausländischen Filmen schnitt die französische Romanze "Die fabelhafte Welt der Amélie" mit fünf Nominierungen am besten ab.

Der weltweite Kassenschlager "Herr der Ringe" entführt die Zuschauer mit aufwändigen Kostümen und spektakulären visuellen Effekten in die Tolkien'sche Welt von Mittelerde. Regisseur Peter Jackson drehte den dreistündigen Film in seiner Heimat Neuseeland. Während der 15 Monate dauernden Arbeiten wurden zugleich die beiden folgenden Teile der Tolkien-Trilogie verfilmt. "Herr der Ringe" wurde unter anderem in den Kategorien bester Film, Regie, Kostüme und visuelle Spezialeffekte, künstlerische Leitung ins Rennen geschickt.

Gute Chancen auf den Oscar für die beste schauspielerische Leistung kann sich der Australier Russell Crowe ausrechnen. In "A Beautiful Mind" porträtiert er den genialen US-Mathematiker John Forbes Nash, der an Schizophrenie leidet, mit Hilfe seiner Frau seine Krankheit aber überwinden kann. Crowe gewann bereits im vergangenen Jahr den Oscar für "Gladiator". Er konkurriert unter anderen mit Will Smith ("Ali) und Denzel Washington ("Training Day"). Auch die Australierin Nicole Kidman kann sich Hoffnungen auf einen Preis für "Moulin Rouge" machen. Sie hat allerdings starke Konkurrenz durch Sissy Spacek, die für "In the bedroom" von der US-Filmkritik überschwänglich gelobt wurde. Spacek spielt in dem Psychodrama eine Mutter, die ihren Sohn durch einen Mord verliert.

Altman, der gerade auf der Berlinale mit einem Goldenen Bären für sein Lebenswerk geehrt wurde, tritt unter anderem für einen Oscar für die beste Regie an. "Gosford Park", eine Mischung aus Gesellschaftskomödie und Krimi, ist in der englischen Aristokratie der 30er Jahre angesiedelt und ausschließlich mit britischen Schauspielern besetzt.

"Die fabelhafte Welt der Amélie" ist die poetische Geschichte einer Pariser Kellnerin, die einen Blick für die Magie im Alltag hat. Der Film ist auch in den USA ein ungewöhnlich großer Publikumserfolg. In der Kategorie bester ausländischer Film konkurriert "Amélie" unter anderem mit der bosnischen Produktion "Niemandsland".

Um die begehrten Oscar-Nominierungen konkurrierten ingesamt 248 Filme. In den meisten der 24 Kategorien wurden fünf Kandidaten aufgestellt. Nur beim besten Film durften alle Akademie-Mitglieder mitstimmen. Ansonsten wurden die Kandidaten von ihren jeweiligen Berufskollegen ausgewählt. Bei der Oscar-Verleihung vor einem Jahr war das Römer-Epos "Gladiator" als bester Film ausgezeichnet worden. Die 74. Oscar-Verleihung findet am 24. März im Kodak-Theater in Los Angeles statt.

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