Franzose will UEFA-Chef werden
Platini kritisiert WM-Niveau und DFB-Team

Michel Platini kritisiert das Niveau bei der Weltmeisterschaft in Südkorea und Japan: "Ich sehe hier selten guten Fußball." Dem deutschen Team attestiert er "bescheidenen Fußball". Platini will Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA) werden.

dpa TOKIO. Michel Platini will Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA) werden, nicht aber Joseph Blatter als Vorsitzenden des Weltverbandes Fifa beerben. "Als Blatter-Nachfolger sehe ich mich nicht unbedingt. Warten wir einmal ab. Mein Ziel ist es eher, Uefa-Präsident zu werden", sagte Frankreichs Fußball-Idol in einem Interview mit der Schweizer Zeitung "Blick". Der 47 Jahre alte Platini, der zuletzt vier Jahre lang Berater von Blatter war, gehört wie DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder dem Fifa - und Uefa - Exekutivkomitee an.

Kritik übte Platini am Niveau bei der Weltmeisterschaft in Südkorea und Japan. "Ich sehe hier selten guten Fußball. Insgesamt überwiegen die physischen Aspekte über die technischen", urteilte der ehemalige Filigran-Techniker und sieht darin einen Trend: "Heute gewinnt man ein Match oft, indem man mehr und schneller rennt als der Gegner. Braucht man künftig einen Carl Lewis und einen Ed Moses, um erfolgreich Fußball zu spielen? Nein, das darf doch nicht sein."

Während Platini Brasilien, Italien und Spanien Potenzial bescheinigt, findet er am Spiel Englands und vor allem an den Auftritten der deutschen Mannschaft bisher keinen Gefallen: "Sollte Deutschland mit seinem bescheidenen Fußball das Turnier gewinnen, dann wäre das für mich eine ganz große Überraschung."

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