Fraport-Emission soll eine Milliarde Euro einspielen
Preisvorteil für Frühzeichner und Vorteile für Anwohner

Einer der größten Börsengänge dieses Jahres geht in die heiße Phase. Am 11. Juni will die Fraport AG, Frankfurt, als erste Airport-Aktie in Deutschland an der Börse starten und bis zu 26,1 Millionen Aktien unter die Anleger bringen. Banken schätzen den Wert des Papiers auf 38 bis 47 Euro. Der Börsengang dürfte damit rund 1 Mrd. Euro in die Kassen des Frankfurter Flughafen-Betreibers spülen, wie das Handelsblatt bereits berichtete.

14.5.2001 FRANKFURT/M. Die Zeichnungsfrist für die zweite Großemission am deutschen Aktienmarkt im laufenden Jahr startet am 28. Mai und endet für Privatanleger am 7. Juni. Institutionelle Investoren haben für ihre Orders einen Tag länger Zeit. Neben den bereits angekündigten Vorteilen für Anleger aus dem Rhein-Main-Gebiet will Fraport den Privat-Investoren in der Frühzeichnerphase bis zum 1. Juni einen Preisabschlag gewähren. Der genaue Ausgabekurs der Papiere soll am Wochenende des 9./10. Juni festgelegt werden. Am folgenden Montag ist die Erstnotiz der Flughafenaktie im Amtlichen Handel der Frankfurter Börse geplant.

Angesichts der labilen Stimmung an den Aktienmärkten startet Fraport heute mit einer breiten Bewertungsspanne in die Frühvermarktungsphase bei den institutionellen Investoren. Die Banken und der Flughafenbetreiber wollen zunächst die Preisvorstellungen der Großinvestoren ausloten, um dann zu einer engeren Preisrange zu kommen.

Die Mehrheit der Konsortialbanken sieht den Unternehmenswert von Fraport in einer Spanne zwischen 3,2 Mrd. und 4 Mrd. Euro. Das entspräche einem Emissionsvolumen zwischen rund 930 Mill. Euro und etwa 1,2 Mrd. Euro. Einzelne an der Emission beteiligte Institute billigen Fraport sogar einen Unternehmenswert von bis zu 5 Mrd. Euro zu. Sollte sich diese Schätzung am Markt durchsetzen, könnte der Börsengang bis zu 1,5 Mrd. Euro in die Kassen des Flughafenbetreibers spülen. Angesichts der unsicheren Börsenlage sei eine derart hohe Bewertung allerdings unwahrscheinlich, hieß es in Bankenkreisen.

Als größte Unbekannte dieser Emission gilt das Interesse der Privatinvestoren. Da noch unklar sei, wie begeisterungsfähig die Kleinanleger derzeit seien, gebe es noch keine Zielvorgaben für die Aufteilung des Emissionsvolumens zwischen privaten und institutionellen Zeichnern, hieß es.

Für zusätzliche Unsicherheit hätten zuletzt die starken Kursausschläge beim Fraport-Konkurrenten British Airport Authority (BAA) gesorgt. Die seit 1987 an der Börse notierten Briten gelten als wichtigste Messlatte für das Emissionsvorhaben des Frankfurter Flughafens.

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