Fraport hat Marktkapitalisierung von 3,2 Mrd. Euro
Bund will Fraport-Anteile mindestens drei Jahre halten

Der Bund wird seine Beteiligung an der Fraport AG, Frankfurt, noch mindestens drei Jahre halten. Wahrscheinlicher sei jedoch einen Haltedauer von mindestens fünf Jahren, sagte Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig anläßlich der Erstnotiz der Fraport-Aktie am Montag.

vwd FRANKUFRT 11.06.2001. In diesem Zeitraum werde die Entwicklung des Flughafenbetreibers und der Branche insgesamt beobachtet und dann über einen möglichen Verkauf der Anteile entschieden. Der Bund sei an der durch die Öffentliche Hand gewahrten Kontinuität und stabilen Verhältnissen bei der Fraport AG interessiert.

Er sei sich mit Finanzminister Hans Eichel über die herausragende Bedeutung des Frankfurter Flughafens für die Region und als internationales Luftverkehrsdrehkreuz einig, meinte Bodewig und dementierte zugleich einen angeblichen Interessenkonflikt mit Eichel. Der Finanzminister hatte eine Liste mit zum Verkauf stehenden Bundesbeteiligungen erstellt. Dazu gehörten einige Flughäfen, allerdings nicht der Frankfurter Airport, betonte Bodewig. Der Bund wird nach der wahrscheinlichen Ausübung der Mehrzuteilungsoption 18,4 Prozent an Fraport halten. Das Land Hessen dürfte dann 32,1 Prozent und die Stadt Frankfurt 20,5 Prozent besitzen, während 29 Prozent in Streubesitz liegen werden.

Der Fraport-Vorstandsvorsitzende Wilhelm Bender bezifferte die Marktkapitalisierung der Aktie auf 3,2 Mrd Euro, womit Fraport nach der britischen BAA der weltweit zweitgrößte börsennotierte Flughafenbetreiber ist. Rund 40 Prozent der 22,7 Mio ausgegebenen Aktien seien an private Zeichner gegangen. Bei den institutionellen Investoren sei der Großteil der Titel deutschen, britischen und US-Adressen - auch mengenmäßig in dieser Reihenfolge - zugeteilt worden. Zu Akquisitionsplänen meinte der Vorstandschef, es sei ungewiss, ob dieses Jahr noch Zukäufe getätigt würden.

Voraussetzung für mögliche Akquisitionen sei, dass der Übernahmekandidat über den Kapitalkosten verdiene, stellte Bender klar. Internationale Beteiligungen würden künftig gemeinsam mit dem Amsterdamer Flughafen Schiphol getätigt. Damit könnten beide Partner an Profiten partizipieren und gleichzeitig die Risiken teilen. Der hessische Ministerpräsident Roland Koch sprach von einer hervorragenden Ausgangsposition des Unternehmens. Fraport sei ein chancenreiches internationales Unternehmen und durch die starke lokale Zeichnungsnachfrage auch eine regionale Volksaktie geworden.

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