Fraport im Plus
Unterschiedliche Reaktionen auf Neueinstufungen der Börse

Teils kaum beeindruckt, teils mit deutlichen Abschlägen und nur selten mit etwas größeren Gewinnen reagierten am Mittwoch die Aktien der Unternehmen, die auf Beschluss der Deutschen Börse am 24. September aus dem MDax, Nemax 50 und Smax auf- und absteigen.

ddp.vwd BERLIN. Aus dem MDax der mittelständischen Unternehmen fallen zum Stichtag die Porsche AG , die Spar Handels-AG und die VCL Film + Medien AG heraus. Porsche und Spar müssen ihren Abgang wegen der Weigerung, Quartalsberichte vorzulegen, hinnehmen. Die Aktien von Porsche gewannen bis zum frühen Nachmittag 1,3 Prozent auf 405,35 Euro. Die Spar-Wertpapiere gaben geringfügig um 0,7 Prozent auf exakt sechs Euro nach. VCL verloren 5,3 Prozent auf 1,61 Euro.

Neu in den MDax gelangen die Titel der Fraport AG, der Salzgitter AG und des Ludwigsburger Autozulieferers Beru AG. Die Wertpapiere des erst im Juni an die Börse gegangenen Frankfurter Flughafenbetreibers erzielten ein Plus von knapp 3,5 Prozent auf 32,98 Euro, während Salzgitter leicht um 0,2 Prozent auf 9,88 Euro und Beru stärker um 2,7 Prozent auf 48,60 Euro nachgaben.

Über den Verbleib der Agiv AG und der Bankgesellschaft Berlin AG werde am 7. November entschieden, teilte die Deutsche Börse weiter mit. Zur Zeit überschritte der Festbesitzanteil an Wertpapieren jeweils die ab September geltende Grenze von 80 Prozent, womit MDax-Kriterien nicht mehr erfüllt würden. Beide Unternehmen hätten jedoch Kapitalmaßnahmen angekündigt. Falls sich jedoch nichts passiere, würden beide am 27. Dezember aus dem MDax verabschiedet.

Aus dem Nemax 50 fliegen die in akuten und massiven Zahlungsschwierigkeiten befindlichen Kinowelt Medien AG und Brokat AG . Deren Kurse hatten bereits in den vergangenen Monaten extrem stark verloren und bestätigten diesen Trend am Mittwoch. Kinowelt brachen 10,8 Prozent auf 1,82 Euro und Brokat 9 Prozent auf 2,32 Euro ein. Dritter Absteiger ist der zweitgrößte deutsche Telefonauskunft-Dienstleister Telegate AG, dessen Aktien 7,7 Prozent auf 5,39 Euro nachgaben. Für alle drei gelte, dass sie nach Börsenumsatz beziehungsweise Marktkapitalisierung nicht mehr zu den größten Unternehmen am Neuen Markt zählen. Aufsteiger sind die AT&S Austria Technologie&System AG, die GPC Biotech AG und Suess MicroTec AG. Während Biotech ein Plus von 1,4 Prozent auf 11,91 Euro verbuchte, zeigten sich die Anleger des Herstellers von Fertigungs- und Prüfgeräten für Mikrotechnik nicht erfreut. Sie sorgten für ein sattes Minus von 7 Prozent auf 29,30 Euro. Die Aktie von AT&S blieb unverändert bei 13 Euro.

Neu in den SDax der kleineren Werte kommen die Hach AG , Innotec TSS AG , Maternus-Kliniken AG und Wige Media AG . Als Absteiger aus dem Nemax 50 stößt VCL Film + Medien AG hinzu. MW Energie AG , Uzin Utz AG und Ahag Wertpapierhandelsbank AG fliegen aus dem SDax, Beru AG und Salzgitter AG wandern in den MDax ab. Der SDax werde ab 24. Juni 2002 von gegenwärtig 100 auf 50 Werte verringert, um die Handelbarkeit zu optimieren, hieß es weiter. Die Zahl der Unternehmen im Nemax 50 solle hingegen unverändert bleiben, da die "hohe Akzeptanz des Index als Basis für Derivate gegen eine Änderung spreche", erklärte die Deutsche Börse.

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