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Fraport rechnet in Frankfurt 2005 mit 51,5 Millionen Passagieren

Drei Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September hat der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport auf seinem Heimatflughafen wieder an die Passagierzahlen der Vergangenheit angeknüpft.

dpa-afx FRANKFURT. Drei Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September hat der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport auf seinem Heimatflughafen wieder an die Passagierzahlen der Vergangenheit angeknüpft. Als 50-millionsten Fluggast begrüßte Fraport-Chef Wilhelm Bender am Dienstag eine Lufthansa-Kundin aus San Francisco. Nach 50,8 Mill. Passagieren in diesem Jahr rechnet Fraport im kommenden Jahr mit rund 51,5 Mill. Fluggästen.

Fraport peilt für den Frankfurter Flughafen nun die 60-Millionen-Marke an. "Wir haben die 40 Mill. 1997 erreicht und nun die 50 Millionen. Ich hoffe, dass es nicht ganz so lange dauern wird, bis wir die 60 Mill. erreichen", sagte Bender ohne Angabe einer genauen Jahreszahl. Prozentual werde das Wachstum 2005 schwächer als in diesem Jahr ausfallen, weil das Vergleichsjahr 2003 durch den Irakkrieg und die Lungenkrankheit Sars stark belastet war. Das Frankfurter Wachstum werde garantiert auch unter den vom Verband der international tätigen Fluggesellschaften (Iata) für 2005 prognostizierten 5,8 Prozent liegen, sagte Bender. "Frankfurt wird darunter liegen, weil in der Iata-Prognose auch die zweistelligen Zuwächse in Asien drin sind."

Lufthansa IN Frankfurt MIT 30 MIO Gästen

Einen Rekordstand erreichte auch die Lufthansa in diesem Jahr mit 30 Mill. Passagieren auf dem Frankfurter Flughafen, sagte Personalvorstand Stefan Lauer. Der Erfolg, als erster kontinentaleuropäischer Flughafen nach London Heathrow die Rekordmarke überschritten zu haben, wertete Bender als Bestätigung für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Lufthansa und anderen Fluggesellschaften. Ohne die Terroranschläge auf das World Trade Center am 11. September 2001 hätte der Frankfurter Flughafen bereits vor drei Jahren die 50-Millionen-Marke erreicht, fügte er hinzu. 1997 seien hier noch 40 Mill. Passagiere registriert worden.

Mit höheren Ertragschancen und dem größeren Imagegewinn begründete Bender die Entscheidung, statt fünf kleinerer ägyptischer Flughäfen als drittes ausländisches Projekt zukünftig den internationalen Flughafen in der Hauptstadt Kairo zu verwalten. "Für uns mit unserer Erfahrung in Frankfurt ist das die richtige Entscheidung", sagte Bender. Es sei "besonders schön", dass Fraport beide Ausschreibungen gewonnen habe. Nach den Regularien musste sich der Flughafenbetreiber zwischen dem Betrieb in Kairo oder den fünf kleineren Flughäfen entscheiden. Die französische Aeroports de Paris (ADP) hat als Nächstplatzierter darauf hin die Konzession für die Regionalflughäfen in Sharm el-Sheikh, Luxor, Aswan, Hurghada und Abu Simbel gewonnen.

Über die genaue Höhe der festen und erfolgsabhängigen Vergütung wollte sich Bender nicht äußern. "Managementverträge sind nicht die ganz großen Millionenverträge", sagte er. Nach der Totalabschreibung der Terminal-Projekts in der philippinischen Hauptstadt Manila hatte sich der Vorstand entschlossen, Flughäfen nur noch zu verwalten ohne direkt in die Anlagen umfangreich zu investieren.

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