Fraport und Telekom im Blick
Dax im Plus

Die deutschen Standardwerte haben sich am Montag unter Führung der T-Aktie freundlich präsentiert, während außerhalb des Dax der Flughafenbetreiber Fraport sein Börsendebüt mit leichten Kursaufschlägen feierte. Die T-Aktie stieg um mehr als 2,4 %, was Händler auf die bevorstehende Neugewichtung des Wertes im Dax zurückführten.

Reuters FRANKFURT. Auf der Verliererseite im Dax standen die Titel der Lufthansa, nachdem die Fluggesellschaft Ende vergangener Woche den Tarifstreit mit ihren Piloten beigelegt hatte. Der wichtigste deutsche Börsenbarometer legte zur Mittagszeit um 0,29 % auf 6 205 Punkte zu. Abgesehen von den wenigen Einzeltiteln sei das Geschehen von dünnen Umsätzen geprägt, sagten Händler. Auf Grund des Fronleichnam-Feiertages am Donnerstag werde auch für den Rest der Woche ein ruhiger Handel erwartet.

Die Aktie des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport war am Montag zunächst mit leichten Gewinnen in ihren ersten Handelstag gestartet, bis zum Mittag jedoch wieder fast auf ihren Ausgabepreis von 35 Euro gefallen. Gerd Schubert, Fondsmanager bei Deka in Frankfurt sagte: "Es ist halt der erste Tag heute. Ich erwarte nicht, dass die Aktie am ersten Tag unter den Ausgabekurs fällt." Die Aktie sei mit 35 Euro im oberen Bereich der Erwartungen zugeteilt worden. "Wenn man niedriger zugeteilt hätte, dann hätte man die Aktien auch anderen Adressen zuteilen können und da mehr Potential nach oben gehabt."

Im Dax führten die Titel der Telekom das Gewinnerfeld am Mittag mit einem Plus von rund 2,7 % auf 24,23 Euro an, was Händler auf die zu Beginn der nächsten Woche anstehende Neugewichtung der Titel im Deutschen Aktienindex zurückführten. "Man bereitet sich auf das 'Reweighting' im Dax vor, nachdem sich der Freefloat bei der Telekom geändert hat. Da werden wohl einige aktiv verwaltete Fonds Stücke mitnehmen", sagte ein Händler. Mit Wirkung vom kommenden Montag werden die Aktien der Telekom nach Angaben der Deutschen Börse höher gewichtet. Nach der Übernahme des US-Mobilfunkunternehmens VoiceStream erhöht sich die Zahl der im Umlauf befindlichen T-Aktien.

Lufthansa unter den Verlierern

Händler sagten, es gebe daneben noch andere Gründe für den Kursanstieg. Der jüngste Rückfluss von T-Aktien seitens VoiceStream-Aktionäre sei abgeebbt. "Aus den USA scheint weniger Druck auf die Aktie zu kommen", hieß es. Zudem sei es möglich, dass die am Wochenende in Zeitungsberichten angekündigten Pläne der Telekom, nach Japan und China zu expandieren, der Aktie Auftrieb verliehen.

Zu den weiteren Gewinnern im Index zählten sich die Aktien von SAP , die um 1,4 % auf 1 778,39 Euro kletterten. Oliver Hauer, Aktienhändler bei M.M. Warburg in Hamburg sagte, es gebe Spekulationen im Markt, wonach zwischen SAP und IBM eine strategische Allianz im E-Commercebereich bevorstehe. Näheres könne möglicherweise am Dienstag von den Unternehmen in Erfahrung gebracht werden.

Auf der Verliererseite ragten die Titel der Lufthansa mit einem Verlust von rund 2,5 % auf 21,75 Euro hervor, was Händler auf einen "teuren (Tarif-)Abschluss" und der Möglichkeit weiterer Lohnforderungen anderer Mitarbeiter des Konzerns zurückführten. "Der Abschluss ist einiges an Geld, da werden nun auch andere bei der Fluglinie entsprechend die Hand offen halten", sagte ein Händler und verwies dabei auf eine Ankündigung der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi vom Freitag, eine Ergebnisbeteiligung für das Boden- und Kabinenpersonal durchsetzen zu wollen.

Die Aktien von Siemens gaben um rund 1,5 % auf 84,19 Euro nach. Börsianer verwiesen auf einen Bericht der "Financial Times Deutschland", wonach der Konzern in seiner Mobilfunkfunksparte zunächst weiter schwierige Geschäfte erwartet.

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