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Fraport: Weniger Passagiere, mehr Fracht

Die anhaltende Reisezurückhaltung der Verbraucher sorgt am Frankfurter Flughafen weiter für rückläufige Passagierzahlen. Rund 3,9 Millionen Menschen hätten im Mai den größten deutschen Airport zur An- und Abreise genutzt, teilte der Flughafenbetreiber Fraport AG am Mittwoch mit. Dies waren 5,3 Prozent weniger als im gleichen Vorjahresmonat. Bereits im Monat zuvor war das Passagieraufkommen deutlich geringer ausgefallen.

Reuters FRANKFURT. Grund für die schwachen Zahlen seien vor allem die allgemein noch geringe Reiseneigung der Verbraucher angesichts der schwachen Konjunktur sowie Einbußen im Asiengeschäft auf Grund der Gefahren durch die dort grassierende Lungenkrankheit Sars. Auch bei Flügen Richtung Südosteuropa habe es eine erhebliche Nachfrageschwäche gegeben. Die Auswirkungen des inzwischen beendeten Irak-Kriegs seien dagegen zuletzt weniger zu spüren gewesen. Seit Jahresbeginn haben nach den Fraport-Zahlen bislang über 18,2 Millionen Menschen den Frankfurter Flughafen für Reisen genutzt, zwei Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Zum Ende des vergangenen Monats habe sich jedoch bereits eine leichte Belebung der Reisetätigkeit feststellen lassen, hieß es. "Dies bestätigen auch diverse Reiseveranstalter, die anhand der Buchungseingänge eine deutliche Belebung des Urlaubsgeschäfts registrieren. Daher ist Fraport vorsichtig optimistisch, in Frankfurt schon bald wieder ein Plus bei den monatlichen Fluggastzahlen zu schreiben." Auf Grund der anhaltenden Unsicherheiten durch die Ansteckungsgefahr bei der tödlichen Lungenkrankheit Sars waren besonders asiatische Flugziele wieder deutlich weniger gefragt.

Der Fernostverkehr sei um ein Fünftel binnen Jahresfrist eingebrochen, gab Fraport bekannt. Zudem hätten auch diverse Streiktage des Flughafenpersonals in Frankreich im Mai für Einbußen gesorgt.

Positiv entwickelte sich dagegen das Frachtaufkommen am Frankfurter Flughafen. Dieses stieg im Mai um 2,9 Prozent auf 124 611 Tonnen. Auch in die Länder Asiens wurde trotz der anhaltenden Sars-Krise sechs Prozent mehr Fracht transportiert, teilte Fraport mit.

Auf den Nahost-Routen verzeichnete der Flughafenbetreiber einen Zuwachs von rund einem Drittel. Deutlich weniger Fracht sei hingegen innerhalb Deutschlands befördert worden sowie Richtung Osteuropa. Insgesamt wurden in den ersten fünf Monaten dieses Jahres 624 000 Tonnen Luftfracht umgeschlagen, fünf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

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