Fraport will 120 Starts und Landungen pro Stunde
Gericht verhandelt über Klagen gegen Flughafenausbau

Hessens Verwaltungsgerichtshof (VGH) verhandelt seit Dienstag über die Klagen mehrerer südhessischer Städte gegen die landesplanerischen Grundlagen des Flughafenausbaus in Frankfurt.

Reuters KASSEL. Die Städte Flörsheim, Kelsterbach, Darmstadt, Neu-Isenburg, Raunheim, Offenbach, Rüsselsheim und Mörfelden-Waldorf, die von dem bis 2006 geplanten Ausbau betroffen sind, hatten gegen den betreffenden Landesentwicklungsplan und den Regionalen Raumordnungsplan Südhessen Normenkontrollklage eingereicht. Sollten die Klagen Erfolg haben, versprechen sich die Kommunen größere Chancen, im anstehenden Planfeststellungsverfahren den Flughafenausbau abzuwenden. Mit einer Entscheidung des VGH wird am Donnerstag oder Freitag gerechnet. (AZ: 4 N 85/02 u.a.)

Der Betreiber des Frankfurter Flughafens, die Fraport AG, will 2006 eine neue Landebahn in Betrieb nehmen und damit bis zu 120 Starts und Landungen pro Stunde ermöglichen. Bislang sind 80 Flugbewegungen pro Stunde möglich. Die hessische CDU/FDP-Landesregierung und die SPD-Fraktion im Landtag stehen hinter der Erweiterung. Zahlreiche Anwohner und Bürgerinitiativen befürchten dagegen zusätzlichen Lärm und haben Klagen angekündigt. Eine abschließende Entscheidung über den Ausbau ist noch nicht gefallen. Der Rhein-Main-Flughafen ist mit jährlich etwa 50 Millionen Passagieren der siebtgrößte Flughafen der Welt und nach London-Heathrow der zweitgrößte in Europa.

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