Frauen siegen gegen Niederlande - Männer schlagen Serbien/Montenegro
Handballer legen guten Start hin

Auf dem Weg zu den Olympischen Spielen und der Europameisterschaft haben Deutschlands Handballer in einem Test die Auswahl von Serbien und Montenegro besiegt. Die Nationalmannschaft der Frauen ist ebenfalls erfolgreich in die Weltmeisterschaft-Vorbereitung gestartet.

HB HAMBURG. Mit einem souveränen Erfolg gegen die Auswahl von Serbien und Montenegro hat die deutsche Handball-Nationalmannschaft die Vorbereitungsphase auf die Europameisterschaft eröffnet. Das Team von Bundestrainer Heiner Brand gewann am Dienstagabend das erste Länderspiel der Saison in Hamburg mit 28:22 (17:12) und präsentierte sich dabei schon in guter Verfassung. Vor 3500 Zuschauern in der nur spärlich besetzten Color Line Arena waren Christian Schwarzer und Florian Kehrmann vom TBV Lemgo mit jeweils fünf Toren erfolgreichste deutsche Schützen. Für die Gäste trafen Vladimir Matovic und Dragan Sudzun (je 4) am besten.

Die Auswahl des ehemaligen Jugoslawien erwies sich lange Zeit als der erwartet schwere Prüfstein für die deutsche Mannschaft, für die Heiner Brand 13 Spieler aufgeboten hatte, die im Januar in Portugal Vize-Weltmeister geworden waren. "Außer dem Namen hat sich nichts geändert. Serbien und Montenegro zählt zu fünf oder sechs Handball- Großmächten", urteilte der Bundestrainer über das Leistungsvermögen des Gegners, auf den die deutsche Mannschaft auch bei der EM Anfang 2004 in Slowenien treffen wird.

Nach überzeugendem Start und einer schnellen 3:1-Führung musste die deutsche Mannschaft ständig einem Rückstand hinterher laufen, ehe der nach langer Verletzungspause zurückgekehrte Daniel Stephan das Team in der 21. Minute zum 10:9 wieder in Front brachte. Zu den Aktivposten der Gastgeber, die den Vorsprung bis zur Halbzeit kontinuierlich ausbauten, zählte auch Schwarzer am Kreis. Als sicherer Siebenmeter-Schütze erwies sich Markus Baur, der alle drei Versuche vor der Pause gegen die bisweilen hart einsteigenden Gäste sicher verwandelte. Zikica Milosavljevic sah nach 27 Minuten wegen eines groben Fouls die Rote Karte.

Als Heiner Brand im zweiten Durchgang Frank von Behren, Mark Dragunski und Holger Glandorf für Adrian Wagner, Florian Kehrmann und Baur aufs Parkett schickte, ging der Spielfluss allerdings mehr und mehr verloren. Vor allem im Angriff lief nicht mehr viel zusammen, von der 42. bis zur 50. Minute gelang den Hausherren kein Treffer mehr. In dieser Phase des Spiels wurde Torhüter Henning Fritz zum großen Rückhalt. Mit 18 gehaltenen Bällen verhinderte der Kieler mehrfach, dass der Gegner noch einmal herankam.

Auch Frauen erfolgreich

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Frauen ist ebenfalls erfolgreich in die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Kroatien (1.-14. Dezember) gestartet. Das Team von Bundestrainer Ekke Hoffmann gewann am Dienstagabend vor 700 Zuschauern in Duisburg- Rheinhausen ein Testspiel gegen die Niederlande mit 31:30 (18:13). Erfolgreichste Torschützin war bei ihrem Debüt Milica Danilovic (HC Leipzig) mit sieben Treffern. Für die Gäste traf Olga Assink (9/1) am besten.

Den Grundstein für den 38. Sieg im 48. Vergleich gegen die Niederlande legte das deutsche Team bereits in der ersten Hälfte. Teilweise führte die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) mit sechs Toren. Aus einer sicheren Deckung mit Anja Althaus und Heike Ahlgrimm als Stützen kamen die Gastgeberinnen zu leichten Toren gegen eine anfangs enttäuschende niederländische Mannschaft. Im zweiten Abschnitt jedoch erhöhten die "Oranjes" das Tempo. Die Spielerinnen von Interimstrainer Sjors Röttger kamen beim 28:28 erstmals zum Gleichstand. Am Ende rettete das DHB-Team aber einen knappen Vorsprung über die Zeit.

"Das Spiel hat seinen Sinn erfüllt. Wir haben unsere Schwächen und Fehler aufgezeigt bekommen. Wir wissen nun, woran wir noch zu arbeiten haben. Natürlich bin ich deswegen zufrieden", bilanzierte Ekke Hoffmann. Einen guten Eindruck hinterließ vor allem Milica Danilovic. Die gebürtige Jugoslawin erzielte nicht nur die meisten Treffer, sondern harmonierte auch im Zusammenspiel mit ihren neuen Leipziger Kolleginnen Grit Jurack und Ingrida Radzeviciute. "Ich bin zufrieden, dass wir gewonnen haben. Aber wir stehen ja erst am Anfang", sagte Danilovic.

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