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Fraunhofer-Gesellschaft mit großem Wachstumsschub

Die Fraunhofer-Gesellschaft (FhG), Deutschlands größte Organisation für anwendungsorientierte Forschung, hat im vergangenen Jahr ihren Umsatz auf fast 1 Mrd. Euro steigern können.

dpa MÜNCHEN. Das Wachstum habe sich durch die Eingliederung der Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung (GMD) mit einem Finanzvolumen von knapp 100 Mill. Euro ergeben, sagte Fraunhofer- Präsident Prof. Hans-Jürgen Warnecke am Dienstag in München bei der Vorlage der Jahresbilanz 2001. In den vergangenen fünf Jahren konnte die Gesellschaft ihr Budget nahezu verdoppeln. Ein Drittel des Finanzvolumens bezieht die FhG vom Bund und den Ländern, die übrigen zwei Drittel kommen aus Eigeneinnahmen.

Die etwa 12 000 Beschäftigten in 56 FhG-Instituten betreuten 2001 rund 10 000 wirtschaftsorientierte Forschungsprojekte von etwa 3 000 Kunden aus dem In- und Ausland. «Das Jahr 2001 ist sehr gut gelaufen», sagte Warnecke. Er kündigte eine Veränderung der Führungsstruktur an. Vier Vorstände sollen demnach in Zukunft mit den Sprechern von Institutsverbünden, von denen bereits sieben existieren, das Präsidium der Gesellschaft bilden. Warnecke will auch eine Erhöhung der Bund-Länder-Mittel für den Bereich der Lebenswissenschaften von derzeit rund 30 auf 40 Prozent erreichen.

Der Fraunhofer-Gesellschaft wurden im vergangenen Jahr 166 Patente erteilt. Sie verfügt derzeit über 1372 aktive deutsche Patente. Die Patentlizenzeinnahmen beliefen sich im Jahr 2001 auf rund 10 Millionen Euro. Die Fraunhofer-Gesellschaft wird Warnecke zufolge nach der GMD auch das Berliner Heinrich-Hertz-Institut für Nachrichtentechnik mit rund 200 Beschäftigten übernehmen. Dadurch werde sich das positive Ergebnis für die Gesellschaft fortsetzen. Die Fraunhofer-Gesellschaft versteht sich als Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

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