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freenet steigert Gewinn im zweiten Quartal

dpa HAMBURG. Der Telefon- und Internet-Anbieter freenet.de hat seine Marktposition bei den schnellen DSL-Internetzugängen in den vergangenen drei Monaten ausgebaut. Etwa 18 bis 19 % der neuen DSL-Kunden in Deutschland entschieden sich für einen Anschluss von freenet, teilte das Unternehmen am Montag in Hamburg mit.

dpa HAMBURG. Der Telefon- und Internet-Anbieter freenet.de hat seine Marktposition bei den schnellen DSL-Internetzugängen in den vergangenen drei Monaten ausgebaut. Etwa 18 bis 19 % der neuen DSL-Kunden in Deutschland entschieden sich für einen Anschluss von freenet, teilte das Unternehmen am Montag in Hamburg mit.

Damit sei das Ziel von 20 % Marktanteil bei den DSL-Neuabschlüssen fast erreicht, sagte der Vorstandsvorsitzende Eckhard Spoerr. "Wir sind in einer Position, in der wir angreifen können und angreifen müssen." Der DSL-Markt werde noch jahrelang wachsen. Das kostengünstige Netz und die schlanke Struktur bedeuteten für freenet.de einen echten Wettbewerbsvorteil und senkten die Marketing-Kosten.

Insgesamt gewann freenet knapp eine Million zahlende Kunden hinzu und hält mit mehr als acht Mill. Telefon- und Internetkunden die Position als zweitgrößter Online-Dienst in Deutschland. Der Umsatz ging jedoch gegenüber dem Quartal zuvor um zehn auf knapp 110 Mill. ? zurück und auch das Ergebnis vor Steuern (EBT) reduzierte sich von 31,8 auf 20,9 Mill. ?. "Die Ergebnisse liegen voll im Plan und entsprechen unseren Erwartungen", sagte Spoerr. Das EBT werde für das Gesamtjahr wie angekündigt 90 Mill. ? betragen und sei zu 58 % bereits erreicht. Der Umsatz- und Ergebnisrückgang zum Vorquartal sei mit dem Wechsel der Kunden von Schmal- zu Breitband und der verringerten Online-Nutzung im Sommer zu erklären sowie dem verschärften Wettbewerb.

An der Börse führte die Veröffentlichung der Zahlen bis zum Mittag zu einem Kursrutsch der Aktie von mehr als 14 %. Bereits in den vergangenen Wochen hatte die freenet-Aktie stark an Wert verloren. Spoerr sagte, er habe dafür keine Erklärung. Die mittelfristigen Perspektiven für das Unternehmen seien gut; die Margen würden im Zuge einer möglichen Marktbereinigung tendenziell eher steigen. Nach einem Vorstandsbeschluss werde freenet über die Börse bis zu fünf Prozent der eigenen Aktien aufkaufen, weil das ein gutes Investment für die liquiden Mittel von mehr als 155 Mill. ? darstelle.

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