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Freiburg soll Hitzfelds «Endspiel» sein

München (dpa) - Ottmar Hitzfeld wird im «Endspiel» um die direkte Champions-League-Qualifikation gegen den SC Freiburg höchstwahrscheinlich zum letzten Mal bei einem Bundesliga-Spiel als Trainer auf der Bank des FC Bayern München sitzen.

Manager Uli Hoeneß soll den 55 Jahre alten Fußball-Lehrer nach Informationen der «Bild»-Zeitung über die angeblich in den Führungsgremien des Vereins schon länger beschlossene Trennung zum Saisonende unterrichtet haben.

Hitzfeld, dessen Vertrag beim Rekordmeister erst am 30. Juni 2005 endet, soll angeblich eine Abfindung von rund 4,5 Millionen Euro erhalten. Neuer Bayern-Trainer soll der Stuttgarter Team-Manager Felix Magath werden. Vom deutschen Fußball-Rekordmeister gab es dazu keine offizielle Stellungnahme. «Es gibt nichts zu sagen», erklärte Bayern-Sprecher Markus Hörwick auf dpa-Anfrage.

Auch innerhalb der Mannschaft hat man sich offenbar bereits auf das bevorstehende Ende von Hitzfelds Amtszeit in München eingestellt. Zwar erklärte Nationalspieler Michael Ballack im Bayerischen Fernsehen, dass er auf eine weitere Zusammenarbeit mit Hitzfeld hoffe. Aber der Mittelfeldakteur forderte seine Teamkollegen zugleich auf, dem Coach nach sechs sehr erfolgreichen Jahren einen ordentlichen Abschied mit dem zweiten Platz zu ermöglichen.

«Jeder einzelne Spieler ist es ihm schuldig, dass er sich nochmal voll reinhaut», sagte Ballack. Und: «Die meisten haben große Erfolge mit Ottmar Hitzfeld gehabt. Da gehört es sich, in so einer Situation für den Trainer zu spielen.» Das sei allerdings zuletzt bei den 1:3-Niederlagen gegen Werder Bremen und den VfB Stuttgart nicht der Fall gewesen.

Laut Ballack habe der Trainer trotz der Diskussionen um seine Zukunft innerhalb der Mannschaft nicht an Autorität verloren. «Man muss den Hut vor ihm ziehen, wie er die Situation wegsteckt.» In ähnlicher Weise äußerte sich Hitzfelds designierter Nachfolger Felix Magath. «Ich bewundere Ottmar Hitzfeld, wie er mit dieser Situation umgeht. Dem gebührt höchster Respekt», sagte Teammanager Magath, der beim VfB Stuttgart noch einen laufenden Vertrag bis Juni 2005 hat.

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