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Freiburg und Rostock mit Stürmerproblem

Freiburg (dpa) - Der Sportclub planlos, Hansa harmlos: Sowohl Freiburg als auch Rostock haben ein Stürmerproblem. Beim 0:0 zum Auftakt der 42. Saison der Fußball-Bundesliga konnten die hanseatischen Gäste keinen adäquaten Ersatz für ihren ehemaligen Angreifer Martin Max aufbieten.

Freiburg (dpa) - Der Sportclub planlos, Hansa harmlos: Sowohl Freiburg als auch Rostock haben ein Stürmerproblem. Beim 0:0 zum Auftakt der 42. Saison der Fußball-Bundesliga konnten die hanseatischen Gäste keinen adäquaten Ersatz für ihren ehemaligen Angreifer Martin Max aufbieten.

Wirkungslos waren aber auch die südbadischen Gastgeber, die damit ihren unrühmlichen Trend aus der Vorbereitung fortsetzten, als sie in fünf ihrer Testbegegnungen kein Tor erzielen konnten. Freiburgs Trainer Volker Finke haderte mit der mangelnden Chancenverwertung. «Es ist uns leider nicht gelungen, in Führung zu gehen. Sicher ist man enttäuscht», meinte er. Einen Grund für die Fehler im Spielaufbau suchte Finke in der Verletzung von Roda Antar, der wegen Muskelproblemen ausfiel. «Er hat uns sehr gefehlt», sagte der 56 Jahre alte Coach. Die mögliche Neuverpflichtung eines Angreifers angesichts der Tor-Misere wiegelte Finke aber ab. «Wir sind ein Ausbildungsverein, wir können nicht einfach einen neuen Stürmer verpflichten, der 20 Tore schießt», sagte er.

SC-Torhüter Richard Golz konnte dem Spiel des Sportclubs zumindest etwas Positives abgewinnen. «Wir haben zu Null gespielt. Das spricht dafür, dass wir defensiv besser stehen als letzte Saison», betonte der 36-Jährige, der nach einer langwierigen Schambeinverletzung erstmals wieder im Tor stand. In der vergangenen Spielzeit hatte der SC mit 67 Toren die meisten Treffer in der Liga kassiert. Dafür hapert es diesmal in der Offensive. «Es hat immer der letzte Schritt gefehlt», meinte Mittelfeldspieler Zlatan Bajramovic.

Den Rostockern gelang es indes auch im achten Anlauf nicht, das neu benannte badenova-Stadion als Sieger zu verlassen. «Wir wollten hier gewinnen», gab Trainer Juri Schlünz zu, der seinen Vertrag einen Tag vor der Partie bis 2007 verlängert hatte. «Unsere Stürmer haben Löcher gerissen und di Salvo hatte eine große Chance», meinte der 43- Jährige. Ähnlich wie bei den Freiburgern funktionierte zumindest die Abwehr der Rostocker gut. «Freiburg hatte nur eine große Chance», stellte Hansas schwedischer Stürmer Rade Prica fest.

Dass der ehemalige Top-Torjäger Max, der seine Karriere nach der vergangenen Saison beendete, nicht so schnell zu ersetzen ist, wurde dagegen sehr deutlich. Immerhin trug es Trainer Schlünz mit Humor. «Wenn Freiburg den Stürmer nicht will, der 20 Tore schießt, würde würden ihn gerne nehmen», sagte er und lächelte verschmitzt.

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