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Freigelassene Geiseln wieder in Paris

Nach vier Monaten Geiselhaft im Irak sind die beiden französischen Journalisten Christian Chesnot und Georges Malbrunot am Mittwochabend in ihre Heimat zurückgekehrt. Mit einer Sondermaschine landeten sie auf dem Militärflughafen Villacoublay bei Paris.

dpa PARIS/BAGDAD. Nach vier Monaten Geiselhaft im Irak sind die beiden französischen Journalisten Christian Chesnot und Georges Malbrunot am Mittwochabend in ihre Heimat zurückgekehrt. Mit einer Sondermaschine landeten sie auf dem Militärflughafen Villacoublay bei Paris.

Präsident Jacques Chirac begrüßte die Journalisten persönlich. Sie waren im August südlich von Bagdad verschleppt worden. Unterdessen laufen im Irak die Untersuchungen nach dem verheerenden Anschlag auf ein US-Militärlager in Mossul, bei dem Dienstag 22 Menschen getötet waren, auf Hochtouren.

Für die beiden Reporter sei ein Lösegeld "weder verlangt noch gezahlt worden", sagte der französische Premierminister Jean-Pierre Raffarin. Frankreich werde sich "weiterhin entschlossen allen Formen des Terrorismus widersetzen", sagte Chirac dem Nachrichtensender LCI.

Chesnot und Malbrunot waren am 20. August mit ihrem syrischen Fahrer verschleppt worden, als sie in die umkämpfte Schiitenstadt Nadschaf fahren wollten. Ihr Fahrer kam am 12. November bei der Einnahme Falludschas durch US-Soldaten frei. Die beiden Journalisten hatten sich in der Gewalt der sunnitischen Gruppe "Irakische Armee im Irak" befunden.

Unterdessen teilte US-Generalstabschef Richard Myers mit, dass es sich bei dem Anschlag auf das US-Lager in Mossul am Dienstag wahrscheinlich um ein Selbstmordattentat gehandelt habe. "Zu diesem Zeitpunkt sieht es danach aus, dass es ein selbst gebastelter Sprengkörper war, der von einem Angreifer getragen wurde", sagte Myers in Washington.

Es war der bisher folgenschwerste Angriff auf die US-Truppen im Irak. Nach jüngsten Angaben des örtlichen US-Kommandos wurden 22 Menschen, darunter 14 US-Soldaten, vier amerikanische Vertragsarbeiter und vier irakische Soldaten getötet.

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