Freigelassene Helfer wurden selbst gut behandelt
Shelter-Now-Mitarbeiter berichten über Folter von Mitgefangenen

Die in Afghanistan freigekommenen Mitarbeiter der Hilfsorganisation "Shelter Now" sind während ihrer Gefangenschaft Zeugen von Folter und Misshandlung Gefangener durch die Taliban geworden. "Grausame Dinge" seien Mitgefangenen der radikalislamischen Miliz angetan worden, sagte die 24-jährige US-Mitarbeiterin der Hilsorganisation, Heather Mercer, am Freitag vor Journalisten in Islamabad.

afp ISLAMABAD. In ihrem ersten öffentlichen Auftritt seit ihrer Befreiung durch Taliban-Gegner am Mittwoch sagte sie, Frauen seien geschlagen worden, bis sie bluteten, weil sie von ihren gewalttätigen Ehemännern davongelaufen seien. Ihre australische Kollegin Diana Thomas berichtete, die insgesamt acht "Shelter Now"-Mitarbeiter seien von den Taliban auf vier Gefängnisse "voller politischer Gefangener" verteilt worden.

Mercer betonte, sie und ihre weiblichen Mitgefangenen der Hilfsorganisation seien von den Taliban gut behandelt worden. Einige Taliban-Kämpfer seien sogar bereit gewesen, ihr Leben für die Frauen zu geben, betonte ihre 30-jährige US-Kollegin Dayna Curry. Der Australier Peter Bunch berichtete, die 16 afghanischen "Shelter Now"-Mitarbeiter seien dagegen schlechter behandelt und teilweise auch geschlagen worden. Die acht Männer und Frauen aus den USA, Australien und Deutschland waren am Mittwoch nach mehr als drei Monaten Haft in Afghanistan aus ihrem Gefängnis in Ghasni südlich von Kabul von Taliban-Gegnern befreit worden. Drei US-Hubschrauber brachten die Helfer nach Pakistan in Sicherheit.

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