Freilassung der Gefangenen gefordert
Belgien verlangt von Kabilas Sohn Zeichen der Öffnung

afp KINSHASA. Belgien hat von dem neuen kongolesischen Machthaber, Joseph Kabila, Zeichen der Öffnung gefordert. Dazu gehörten die Freilassung von Gefangenen sowie die Intensivierung des "Dialogs im Land", sagte der belgische Außenminister Louis Michel am Dienstag in Kinshasa, wo er an den Trauerfeierlichkeiten für den ermordeten Präsidenten, Laurent-Désiré Kabila, teilnehmen wollte. Michel war am Vormittag mit Kabila junior zu Gesprächen zusammengekommen. Belgien war bis 1960 Kolonialmacht in der Demokratischen Republik Kongo.

Der Leichnam des vor einer Woche von einem Leibwächter erschossenen Kabila wird am Dienstag in Kinshasa beigesetzt. Zu den Beerdigungsfeierlichkeiten wurden die Sicherheitsvorkehrungen in der Hauptstadt verstärkt. Angola, das im Bürgerkrieg an der Seite der Regierungstruppen kämpft, entsandte zusätzliche Soldaten nach Kinshasa.

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