Freilassung soll rückgängig gemacht werden
Anwälte beantragen erneut Hausarrest für Pinochet

afp SANTIAGO DE CHILE. Die Opferanwälte haben erneut Hausarrest für den chilenischen Ex-Diktator Augusto Pinochet beantragt. Die Freilassung des 85-Jährigen gegen Zahlung einer Kaution solle rückgängig gemacht werden, forderten die Anwälte Eduardo Contreras und Hugo Gutiérrez am Montag. Sie reichten einen entsprechenden Antrag bei Ermittlungsrichter Juan Guzmán Tapia ein.

Das Berufungsgericht in Santiago hatte Mitte März den Hausarrest Pinochets aufgehoben. Pinochet stand auf Anordnung von Guzmán seit Ende Januar auf seinem Landsitz Bucalemu, 120 Kilometer südwestlich von Santiago, unter Arrest. Der Ex-Militärmachthaber muss sich wegen der Verbrechen der "Todeskarawane" vor Gericht verantworten. Dieses Sondereinsatzkommando hatte im Jahr 1973 mehr als 70 Oppositionelle ermordet.

Contreras und Gutiérrez begründeten ihren Antrag damit, dass Pinochet vor der der Aufhebung des Hausarrests nicht erkennungsdienstlich erfasst wurde. Pinochet muss einen Fingerabdruck machen lassen und von vorne und der Seite fotografiert werden. Die Anhänger Pinochets forderten Heereschef Ricardo Izurieta am Wochenende auf, diese Formalitäten zu verhindern, da sie für den 85-Jährigen erniedrigend seien.

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