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Freispruch und Geldbuße für Ex-Philips-Chef Boonstra

Der frühere Chef des niederländischen Philips-Konzerns Cor Boonstra (66) ist auch in der Berufungsinstanz von einer Anklage des privaten Aktienhandels mit Insider-Wissen freigesprochen worden.

dpa AMSTERDAM. Der frühere Chef des niederländischen Philips-Konzerns Cor Boonstra (66) ist auch in der Berufungsinstanz von einer Anklage des privaten Aktienhandels mit Insider-Wissen freigesprochen worden.

Ein Gericht in Amsterdam bestätigte damit am Freitag eine Entscheidung der ersten Instanz. Boonstra hat stets bestritten, dass er einen unerlaubten Hinweis auf die bevorstehende Übernahme des Unterhaltungsunternehmens Endemol durch den spanischen Telekomkonzern Telefónica im März 2000 erhalten habe, ehe er Endemol-Aktien in erheblichem Umfang erwarb. Kurz darauf kauften die Spanier Endemol und die Aktien stiegen erheblich im Wert. Der Verdacht war entstanden, weil Boonstra damals mit Sylvia Toth liiert war, die im Aufsichtsrat von Endemol saß.

Das Gericht bestätigte zugleich eine Geldbuße für Boonstra über 135 000 Euro wegen eines anderen privaten Aktienhandels. Als Aufsichtsratsmitglied des Supermarktkonzerns Ahold hatte er nach Feststellung der Richter versäumt, einen privaten Handel mit Ahold-Aktien und Obligationen rechtzeitig der Börsenaufsicht zu melden.

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