Freitag ist das Land lahm gelegt
Italien: Generalstreik gegen Berlusconi

Ein Generalstreik gegen die Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi wird an diesem Freitag weite Teile Italiens lahm legen. Die größte Gewerkschaft CGIL hat zu dem achtstündigen Ausstand aufgerufen, um gegen die Wirtschafts- und Finanzpolitik der Mitte-Rechts-Koalition zu protestieren.

HB/dpa ROM. Am stärksten betroffen ist der Verkehr: Flüge, Züge sowie der öffentliche Nahverkehr dürften im ganzen Land so gut wie ganz ausfallen.

Wie bereits beim Generalstreik im April legen auch Beschäftigte in Schulen, Banken, und Postämtern ihre Arbeit nieder. Viele Geschäfte dürften dagegen geöffnet bleiben. Zugleich will die Gewerkschaft mit ihrer Aktion ihre Solidarität mit den Fiat-Beschäftigten beweisen: Gegen den geplanten Stellenabbau des angeschlagenen Autounternehmens ist eine Großdemonstration in der Fiat-Stadt Turin geplant.

Insgesamt sollen in über 120 Städten Protestaktionen und Demonstrationen stattfinden. Allerdings beteiligt sich diesmal nur die CGIL-Gewerkschaft an den Aktionen, Mitglieder anderer Arbeitnehmerorganisationen wollten nicht mitmachen.

Der Ausstand dauert bei der staatlichen Eisenbahn von neun bis 17 Uhr. Auch die Verbindungen nach Deutschland fallen aus. Hart getroffenen werden auch Flugreisende, allein die staatliche Linie Alitalia muss 275 Flüge streichen. Alles in allem müssen 35 000 Passagiere bis zum Abend warten, um weiterzufliegen. Dagegen geht der Streik im städtischen Nahverkehr von zehn bis 18 Uhr, damit die meisten Menschen ohne größere Probleme zur Arbeit und wieder nach Hause kommen.

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