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Freizeitparks leiden unter Konsumzurückhaltung der Familien

Deutschlands Freizeitparks bekommen die Konsumzurückhaltung der Verbraucher zu spüren. Die Umsätze in der Gastronomie und den Geschäften der 64 deutschen Freizeitparks seien in diesem Jahr deutlich zurückgegangen, sagte der Präsident des Verbandes deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen, Klaus-Michael Machens, am Dienstag in Rust (Ortenaukreis). Vor allem Familien würden finanziellen Ausgaben für Freizeitvergnügen stärker als bisher begrenzen.

dpa-afx RUST. Deutschlands Freizeitparks bekommen die Konsumzurückhaltung der Verbraucher zu spüren. Die Umsätze in der Gastronomie und den Geschäften der 64 deutschen Freizeitparks seien in diesem Jahr deutlich zurückgegangen, sagte der Präsident des Verbandes deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen, Klaus-Michael Machens, am Dienstag in Rust (Ortenaukreis). Vor allem Familien würden finanziellen Ausgaben für Freizeitvergnügen stärker als bisher begrenzen.

"Die Familien strömen zwar weiterhin in die Parks", sagte Machens. Bei Essen und Trinken sowie beim Einkauf von Souvenirs und anderen Gegenständen werde aber deutlich weniger Geld ausgegeben als in den Vorjahren. Grund dafür sei die wachsende Verunsicherung der Bürger.

"Das Geld sitzt nicht mehr so locker, weil schlechte Stimmung in den Köpfen ist", sagte Machens. Für die Parks bedeute diese Tendenz eine wirtschaftliche Gefahr. Da sich die überwiegend mittelständisch geführten Freizeitparks aus Eintrittsgeldern alleine nicht finanzieren könnten, seien sie auf Zusatzgeschäfte angewiesen. Nur dadurch könnten sich die Parks mit ihren bundesweit rund 14 500 Beschäftigten auch langfristig ihre Existenz sichern.

Um bestehen zu können, müsse sich die Branche neue Betätigungsfelder suchen. So sollten die Parks auch Übernachtungen anbieten und sich als Standort für Kongresse empfehlen. Sinnvoll sei es, die Gruppe der Senioren stärker als bisher in den Blick zu nehmen. "Spektakuläre Fahrattraktionen haben zwar weiterhin ihren Platz", sagte Machens, der Direktor des Erlebniszoos in Hannover ist. Um wirtschaftlich erfolgreich zu sein, dürften sich die Parks aber nicht alleine auf eine junge Zielgruppe festlegen. Gefragt seien Fahrgeschäfte und Angebote für die gesamte Familie.

Für dieses Jahr erwarten die deutschen Freizeitparks nach Machens Angaben insgesamt knapp 22 Mill. Besucher. Diese Zahl entspreche dem Vorjahresergebnis. Der größte Freizeitpark in Deutschland ist den Angaben zufolge der Europa-Park im badischen Rust.

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