Freizügigkeit von Arbeitnehmern
Polen lehnt Übergangsfristen für Arbeitnehmer ab

Die Forderung nach Übergangsfristen für osteuropäische Arbeitnehmer nach dem EU-Beitritt der Länder ist in Polen auf Ablehnung gestoßen.

ap HAMBURG. "Wir können diese Benachteiligung nur sehr schwer oder überhaupt nicht ertragen", sagte der polnische Außenminister Wladyslaw Bartoszewski der "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe). Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte wiederholt gefordert, die Freizügigkeit von Arbeitnehmern aus Beitrittsländern sieben Jahre lang einzuschränken.

Solche Fristen könnten die Zustimmung der polnischen Wähler zum Beitritt gefährden, warnte Bartoszewski. Er vermute innenpolitische Motive: "Wir sehen hier eine taktisch-politische Beruhigung der öffentlichen Meinung, die oft nicht versteht, dass die praktische Bedrohung einer Überschwemmung mit polnischen Arbeitskräften überhaupt nicht existiert."



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