Frentzen Elfter
Außenseiter gewinnt DTM-Lauf auf dem Hockenheimring

Zum Auftakt des Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) auf dem Hockenheimring hat Außenseiter Gary Paffett auf einem Mercedes gewonnen. Auch der zweite Plätze ging an Mercedes.

HB HOCKENHEIM. Der Brite Paffett gewann das Rennen am Sonntag vor seinem Markenkollegen Christijan Albers (Niederlande). "Es war ein perfektes Rennen", jubelte Paffett nach seinem gelungenen Saisonstart. Nur technische Defekte gegen Rennende verhinderten einen vierfachen Mercedes-Erfolg: Titelverteidiger Bernd Schneider (St. Ingbert) musste wegen eines gebrochenen Querlenkers drei Runden vor Schluss an der Spitze liegend aufgeben. Dem lange führenden Franzosen Jean Alesi war zuvor ein herunter hängender Unterboden zum Verhängnis geworden.

Die Konkurrenten von Audi und Opel spielten bei der souveränen Solovorstellung der Stern-Fahrer vor 70 000 Zuschauern an der ausverkauften Grand-Prix-Strecke keine Rolle beim Kampf um den Sieg. Nur durch den Ausfall des Mercedes-Duos Alesi und Schneider konnte der schwedische Audi-Pilot Mattias Ekström als Dritter noch einen Podestplatz erringen. Seine Markenkollegen Tom Kristensen (Dänemark) und Martin Tomczyk (Rosenheim) folgten auf den Rängen vier und fünf. Der Brite Peter Dumbreck war als Schster bester Opel-Vertreter. Seinem prominenten Markenkollegen Heinz-Harald Frentzen (Mönchengladbach) reichte es beim DTM-Debüt nur zum elften Platz.

Für Mercedes bedeutete der Doppelerfolg einen kleinen Trost für die bisherigen Pleiten in der Formel 1, auch wenn die beiden Serien nicht miteinander zu vergleichen sind. Zumindest in der DTM sind die Schwaben eine Klasse für sich. Jungspund Paffett, der vor zwei Jahren mit dem Gewinn der internationalen deutschen Formel-3-Meisterschaft seinen bislang größten Erfolg gefeiert hat, gewann nach 37 Runden (169,238 km) in 1:00:30,147 Stunden. Albers, im Vorjahr hinter Schneider Gesamtzweiter, lag 2,258 Sekunden zurück. Ekström wies beachtliche 9,200 Sekunden Rückstand auf.

Die Vorentscheidung fiel nach dem zweiten Boxendurchgang: Vorjahres-Sieger Alesi musste die Führung abgeben und in der 27. Runde sogar wegen eines defekten Unterbodens aufgeben. Schneider erkämpfte sich den ersten Platz und gab diesen bis zu seinem technischen Missgeschick trotz harter Angriffe Paffetts nicht ab. "Ich hatte nach den Boxenstopps zwei Berührungen und wurde vorne am Rad getroffen", schilderte der Saarländer sein Missgeschick.

Heinz-Harald Frentzens Premiere brachte nicht den erhofften Erfolg. Der dreimalige Grand-Prix-Sieger und frühere Vize-Weltmeister der Formel 1 konnte sich zwar schon im ersten Umlauf vom 16. Startplatz auf den 10. Rang vorschieben. Dann war aber die Aufholjagd des Opel-Piloten beendet. "Ich muss noch Erfahrungswerte sammeln", sagte Frentzen. "Ich hatte große Probleme, mit meinen Reifen umzugehen."

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