Frequenzversteigerung
E-Plus will UMTS-Konsortium beitreten

Der Mobilfunkanbieter E-Plus will bei der Ende des Monats anstehenden Auktion von UMTS- Lizenzen in Deutschland gemeinsam mit anderen Partnern bieten.

Reuters DÜSSELDORF. Der Mobilfunkanbieter E-Plus will bei der Ende des Monats anstehenden Auktion von UMTS-Lizenzen in Deutschland gemeinsam mit anderen Partnern bieten. Damit dürfte E-Plus nach Einschätzung aus Branchenkreisen als eigenständiger Bieter ausscheiden. E-Plus und seine Gesellschafter KPN und Bell South hätten die Bonner Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post um Zustimmung dafür gebeten, dass man einem Konsortium beitreten könne, sagte der Sprecher von E-Plus, Claas Sandrock, am Dienstag in Düsseldorf. Einzelheiten nannte er nicht. Man rechne so bald wie möglich mit einer Entscheidung der Regulierungsbehörde. Die Behörde selbst wollte keine Einzelheiten des Antrags nennen.



In Branchenkreisen gilt als wahrscheinlich, dass E-Plus nicht als eigenständiger Bieter bei der Auktion antreten wird, sondern in einem Konsortium von KPN, NTT DoCoMo und Hutchison Whampoa aufgehen wird. Am Mittwoch wollen die niederländische KPN, die japanische NTT DoCoMo und der Hongkonger Mischkonzern Hutchison Whampoa nach Angaben aus Branchenkreisen die Presse über ein Gemeinschaftsunternehmen für den UMTS-Mobilfunk informieren. In den Kreisen hieß es, die genauen Details des UMTS-Gemeinschaftsunternehmens stünden noch nicht fest, es gebe noch Klärungsbedarf.



Mit den Lizenzen für den Mobilfunk der dritten Generation - den so genannten UMTS-Lizenzen - sollen Funktelefone voll internetfähig gemacht werden. Bei einem Ausstieg von E-Plus aus dem Bieterwettbewerb für die deutschen UMTS-Lizenzen würde sich die Zahl der Bietergruppen auf sieben reduzieren. Unter den Bietern befindet sich auch Hutchison Whampoa, die über die Auditorium Investments Germany ihre Teilnahme angekündigt hatte. Zur Versteigerung stehen vier bis sechs Lizenzen.



Der Ausstieg von E-Plus wird erwartet, da sich Hutchison zu Gunsten von KPN bei der UMTS-Auktion in den Niederlanden zurückgezogen hat. Es wird deshalb damit gerechnet, dass im Gegenzug die KPN-Mobilfunktochter E-Plus aus dem direkten Bieterkreis für die deutsche UMTS-Auktion aussteigen und sich dem offenbar geplanten Konsortium anschließen wird.

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