Fresenius auf der Gewinnerseite
Bayer schickt den Dax auf Talfahrt

Der Aktienkurs des Chemie- und Pharmakonzern musste wegen neuer Berichte um Lipobay kräftig Federn lassen. Auch Metro geriet im Sog der schlechten Nachrichten von Ahold unter Druck.

rtr FRANKFURT. Massive Kursverluste der Aktien des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer haben am Montag den Deutschen Aktienindex (Dax) belastet. Deutschlands wichtigster Börsenindex ging mit einem Minus von 2,9 % bei 2571,4 Punkten aus dem Handel und rückte damit wieder näher an die Tiefstände von Oktober 2002 bei 2519 Punkten heran.

Bayer-Aktien führten mit einem Minus von 9,7 % auf 14,30 ? die Liste der Dax-Verlierer an. Händlern zufolge lasteten auf den Titeln Presseberichte, wonach die Firma von Problemen beim 2001 vom Markt genommenen Medikament Lipobay angeblich bereits Jahre zuvor gewusst haben soll.

Im Sog der spektakulären Kursverluste des niederländischen Einzelhandelskonzern Ahold gerieten auch die Papiere des deutschen Konkurrenten Metro unter Druck. Die Anteilsscheine des Düsseldorfer Unternehmens büßten 3,9 % auf 17,6 ? ein. Am Morgen hatte Ahold Unregelmäßigkeiten bei der Bilanzierung einer US-Tochter eingeräumt.

Auf der Gewinnerseite standen die Titel des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (FMC) sowie die Papiere seines Mutterkonzerns Fresenius. Für beide Firmen werden am Dienstag vorläufige Geschäftszahlen für 2002 erwartet. FMC-Aktien stiegen im Dax knapp ein Prozent. Im Nebenwerteindex MDax, der 0,5 % auf 2858,2 Punkte nachgab, legten Fresenius-Anteilsscheine 5,1 % zu. Der Auswahlindex des Neuen Marktes Nemax50 verlor 1,4 % auf 338,4 Punkte.

Bei Börsenschluss in Frankfurt notierte der Standardwerteindex Dow Jones 1,9 % im Minus, der technologielastige Nasdaq-Index fiel 1,7 %.

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