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Fresenius mit Umsatz- und Gewinnplus im Jahr 2000

Das im MDax der mittelgroßen Werte notierte Unternehmen hat seinen Umsatz um 23 Prozent gesteigert. FMC-Aktie unter Druck

Reuters BAD HOMBURG. Das Medizintechnik- Unternehmen Fresenius Medical Care (FMC) hat im vierten Quartal 2000 seinen Nachsteuergewinn im Rahmen der Erwartungen der Analysten gesteigert. Der Nachsteuergewinn habe um 29 % auf 59 Mio. US $und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 4 % auf 153 Mio, US $ zugenommen, teilte die Gesellschaft am Dienstag mit. Für 2000 solle die Dividende auf 0,78 (Vorjahr 0,69) Euro je Stammaktie und 0,84 (0,75) Euro je Vorzugsaktie steigen. Für 2001 sei ein Umsatzplus von 12 bis 14 % und ein Anstieg des Überschusses von mindestens 20 % zu erwarten. Der Mutterkonzern Fresenius AG gab für 2000 einen Anstieg des Ebit um 27 % auf 756 (597) Mio. Euro bekannt. Die FMC-Aktie reagierte in einem freundlichen Gesamtmarkt zunächst negativ, Fresenius zogen an.

Der FMC-Quartalsgewinn nach Steuern lag genau im Mittel der Prognosen von Analysten, die Reuters in der vergangenen Woche befragt hatte. Das Ebit fiel allerdings geringer als die Analysten mit durchschnittlich 165 Mio. US $ erwartet. Der von FMC ausgewiesene Anstieg der Quartalsergebnisse beruht auf vergleichbarer Basis. Die Zahlen für 1999 berücksichtigen nicht Sonderaufwendungen von 470 Mio. US $ vor Steuern für einen Rechtsstreit mit den US-Justizbehörden. FMC erzielte eigenen Angaben zufolge im Schlussquartal eine Umsatzsteigerung von 11,7 % auf 1,082 Mrd. US $, verglichen mit einer Analystenprognose von durchschnittlich 1,11 Mrd. US $.

FMC bietet Dialyseprodukte und-dienstleistungen an und ist eine Tochter des Fresenius-Konzerns. Eigenen Angaben zufolge wll das Unternehmen 65 Mio US $ in den Ausbau einer Dialyse-Fabrik im US-Bundesstaat Utah investieren. Mit der Expansion des Werkes in Ogden werde FMC imstande sein, Einmal-Dialyse in allen Kliniken des Unternehmens in den USA zu ermöglichen, teilte FMC weiter mit.

FMC ist im Dax der 30 größten Titel an der Frankfurter Börse notiert, Fresenius im MDax der mittelgroßen Werte. FMC trägt rund 70 % zum Fresenius-Konzernumsatz bei und ist nach eigenen Angaben der weltweit führende Anbieter von Dialyseprodukten und-dienstleistungen zur Behandlung chronisch Nierenkranker. Das Unternehmen ist auch an der Wall Street gelistet und bilanziert in amerikanischer Währung.

Im Gesamtjahr 2000 steigerte FMC das Ebit um 11 % auf 621 (560) Mio. US $ und den Jahresüberschuss um 24 % auf 212 (170) Mio. US $, wie das Unternehmen weiter mitteilte. Der Umsatz habe um 9 % auf 4,2 (3,8) Mrd. US $ zugelegt.

Der Mutterkonzern Fresenius AG wies für 2000 ein um 31 % höheres Nachsteuerergebnis von 266 (203) Mio. Euro und einen Umsatzanstieg um 23 % auf 6,099 (4,952) Mrd. Euro aus. Wie bei FMC will der Vorstand dem Aufsichtsrat nach eigenen Angaben eine Dividendensteigerung vorschlagen, und zwar um jeweils 20 % auf 1,86 Euro je Stamm- und 1,92 Euro je Vorzugsaktie.

Die FMC-Aktie verlor innerhalb der ersten Handelsstunde in einem freundlichen Marktumfeld um mehr als 3 % auf 85,85 Euro. Die Aktie erreichte im September vergangenen Jahres ein Zwölfmonats-Hoch bei 104,60 Euro. März 2000 markierte das Papier ein Jahrestief bei 70,10 Euro.

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