Freudentänze auf Rängen
Frankfurt Lions erstmals deutscher Eishockey-Meister

Die Frankfurt Lions haben sich den deutschen Meistertitel gesichert. In einem überaus spannenden Playoff-Finale bezwangen die Hessen die Eisbären Berlin mit 4:3.

HB BERLIN. Das Eishockey-Team der Frankfurt Lions hat am Freitagabend seinen ersten Matchball gegen die favorisierten Eisbären aus Berlin verwandelt. Durch ein 4:3 (1:0, 2:1, 1:2) im vierten Finale der Playoff-Serie «best of five» konnten sich die Hessen mit dem entscheidenden dritten Sieg ihren ersten Meistertitel in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) sichern.

Nach dem bislang größten Erfolg in der Vereinsgeschichte kannte der Jubel in der mit 7000 Zuschauern ausverkauften Eissporthalle keine Grenzen. Mit Sektfontänen und ausgelassenen Freudentänzen zur obligatorischen Siegeshymne «We are the champions» verwandelten die Cracks von Erfolgscoach Rich Chernomaz die Arena in ein Tollhaus. «Es ist ein Wunder, ein Traum», sagte «Löwen»-Manager Lance Nethery.

Der als Außenseiter ins Finale gestartete Hauptrunden-Fünfte aus Frankfurt schaffte die vorzeitige Entscheidung vier Tage nach dem überraschenden Auswärtserfolg (4:3 n.V.) in Berlin und blieb zudem in den Playoffs auf heimischem Eis unbesiegt. Bei den Lions erzielten Patrick Lebeau (9.), Dwayne Norris (30.) und David Gosselin (31.) per Doppelschlag innerhalb von 36 Sekunden sowie Mike Harder (45.) die Tore.

Für die Berliner, die in der Endphase dem Ausgleich nahe waren, trafen Steve Walker (37.), Alexander Barta (48.) und David Roberts (52.). Die Frankfurter schlugen wieder einmal in Überzahl zu. Lebeaus Führungstor verlieh den Lions weiteren Schwung und lähmte auf der Gegenseite die Gäste, die offenbar mit dem großen Druck nicht zurecht kamen. Zwei Minuten vor Ende des ersten Drittels scheiterte erneut Lebeau, als er in Unterzahl nur den Pfosten traf.

«Bis zum 0: 1 haben wir ordentlich gespielt, dann ist der Faden gerissen», sagte der Berliner Sven Felski. Auch die Schlussoffensive nach dem 4:2-Anschlusstreffer durch Barta brachte den Eisbären nicht mehr den angepeilten Erfolg.

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