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Freundliche Börsen in Europa

Die europäischen Börsen haben am frühen Mittwochnachmittag überwiegend fester tendiert. Einzige Ausnahme war der Aktienmarkt in Wien, der etwas nachgab.

Reuters FRANKFURT Die europäischen Börsen haben am frühen Mittwochnachmittag überwiegend fester tendiert. Einzige Ausnahme war der Aktienmarkt in Wien, der etwas nachgab. Händler begründeten die breite Aufwärtstendenz unter anderen mit der guten Vorgabe des Dow-Jones-Index. An vielen Börsen trieben Käufe für Marktschwergewichte sowie Fusionsankündigungen die Indizes in die Höhe. Die Wall Street hatte am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte stieg um 109,88 Punkte oder 1,01 % auf 10 976,89 Zähler. Der technologielastige Nasdaq-Index schloss dagegen um 0,37 % tiefer auf 3848,51 Zählern.

Der S&P-Future signalisierte am Mittwoch mit einem Plus von 4,8 Punkten einen freundlicheren Trend an der Wall Street. Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz stieg bis gegen 13.30 Uhr um 1,5 % auf 4986 Zähler, der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) kletterte um 1,3 % auf 5172 Punkte.



London: FTSE-Index im Zeichen der Banken

An der Londoner Börse ist der FTSE-100-Index bis zum frühen Nachmittag um 1,3 % auf 6439 Punkte gestiegen. Größter Gewinner war die Hypothekenbank Woolwich mit einer Kursexplosion von 25,1 %. Die britische Großbank Barclays Plc will für umgerechnet knapp 18 Mrd. DM Woolwich übernehmen. Die beiden Institute teilten am Mittwoch in London mit, Barclays prüfe eine Übernahmeofferte in Bar und Aktien im Wert von 362 Pence je Woolwich-Aktie. Dies wäre gemessen am Schlusskurs vom Dienstag (269 Pence) eine Prämie für die Hypo-Bank von 34 %. Die Aktien von Barclays brachen um gut fünf Prozent ein.





Zürich: SMI-Index mit fester Tendenz

Die Schweizer Börse SWX hat unterstützt von den positiven Vorgaben aus dem Ausland fester notiert. Händler verwiesen aber darauf, dass Werte, die am Vortag kräftig zugelegt hätten, nun auf Konsolidierungskurs gingen. Dazu gehörten vor allem die Banken, während die Versicherungen den Aufwärtstrend noch fortsetzen würden. Uneinheitlich ziegten sich dabei die Industrietitel. Der SMI Index notierte 30,9 Zähler höher auf 8284,3 Punkten. In der Nähe des Allzeithoch bei 8489 werde die Luft dünner. Zudem seien bei 8315 und 8430 Punkten stärkere Widerstände, sagten Händler.





Paris: CAC-Index im Aufwind

In Paris präsentierte sich die Börse am frühen Nachmittag fest, der CAC-Index für die 40 größten Unternehmen stieg um 1,2 % auf 6434 Zähler. Zu den Gewinnern zählten Cap Gemini mit einem Plus von 0,5 %. Das Unternehmen hatte unerwartet gute Halbjahreszahlen vorgelegt. Indexschwergewicht France Telecom erholte sich von seinen Vortagsverlusten und legte um 2,3 % zu. Das Telekomunternehmen bietet zusammen mit Mobilcom für eine der begehrten UMTS-Mobilfunklizenzen in Deutschland. Gegen die allgemeine Markttendenz verschlechterte sich Einzelhändler Carrefour um 5,3 %. Das Unternehmen hatte zuvor eine Umsatzsteigerung im Juni von über 20 % bekannt gegeben.



Mailand: Mib30-Index von Telekomaktien getrieben



Im Mailänder Aktienhandel standen die Telekomaktien im Vordergrund. Die unerwartet guten Zahlen des Netzwerkherstellers Cisco hätten die Telekomaktien beflügelt, hieß es. Olivetti, die umsatzstärkster Wert waren, sprangen um vier Prozent, Tecnost um 3,4 % und Telecom Italia um drei Prozent. Der MIB30-Index stieg bis zum frühen Nachmittag um 0,90 % auf 47 354 Punkte.



Madrid: Ibex-Index höher



An der Börse in Madrid folgte der Ibex-Index den Vorgaben und stieg bis zum frühen Nachmittag um 1,5 % auf 11 029 Punkte. Händler erklärten die Aufwärtstendenz mit den Gewinnen bei Telefonica, die sich um 1,5 % auf 23,74 Euro verbesserten. Die Gewichtung von Telefonica im Ibex-35-Index wird ab Donnerstag erhöht. Dies habe zu Käufen von Investmentfonds geführt, sagten Börsianer. Repsol YPF, ebenfalls ein Schwergewicht, gewann 0,9 %. Das Unternehmen legt am Donnerstag seine Halbjahreszahlen vor.



Amsterdam: AEX-Index folgt Vorgaben



An der Amsterdamer Börse sind die Kurse gestiegen. Der AEX-Index kletterte bis zum frühen Nachmittag um 0,8 % auf 683 Punkte. Größter Gewinner waren ASM Lithography. Der Technologiewert verteuerte sich um 2,15 % auf 37,60 Euro, womit er sich von seinen jüngsten Verlusten teilsweise erholen konnte. KPN Telecom zogen um 2,50 % auf 37,39 Euro an, was Händler ebenfalls auf eine Erholung zurückführten. Am Dienstag hatte das Telekompapier ein Jahrestief bei 36 Euro gesehen. Reed Elsevier profitierten nach Händlerangaben von unerwartet guten Halbjahreszahlen. Der Wert gewann gut zwei Prozent.



Wien: ATX-Index gegen den Trend etwas leichter



Der Wiener Aktienmarkt zeigte sich am frühen Nachmittag etwas leichter. Händler rechneten im Verlauf mit einer Kurserholung und sahen die ATX-Tendenz weiter nach oben gerichtet. "Prinzipiell schaut es nicht so schlecht aus", sagte ein Händler, "der Markt will nach oben". Als Triebfeder für den ATX dürften weiterhin Bank Austria dienen. Händler rechneten in den nächsten Tagen mit einem Anstieg des ATX über 1200 Punkte. Bei insgesamt noch geringem Umsatz waren Austria Tabak vorerst Tagesgewinner im ATX mit 39,39 (39,00) Euro, vor BWT mit 36,65 (36,40) Euro und Flughafen mit 36,80 (36,62) Euro.



Brüssel: BEL20-Index von Finanzwerten getragen



In Brüssel stieg der Bel20-Index bis zum frühen Nachmittag um 1,1 % auf 3167 Punkte. Händler sagten, dass kursgünstige Anschaffungen bei den schwergewichtigen Finanztiteln den Gesamtmarkt beflügelt hätten. Fortis B erhöhten sich um 1,5 %, KBC Bancassurance um ein Prozent und Almanij um 1,5 %. Groupe Bruxelles Lambert verbesserten sich um 1,8 % auf 304,50 Euro. Im Verlauf hatte die Aktie mit 310 Euro den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren erreicht. Händler sagten, dass der Markt insgesamt in guter Verfassung sei.



Stockholm: OMX-Index von Skandia beflügel



Beflügelt von den Gewinnen bei Skandia hat der Stockholmer Aktienmarkt am frühen Mittwochnachmittag höher tendiert. Der OMX-Index kletterte um 1,6 % auf 1308 Punkte. Skandia legten um 15,50 Schwedische Kronen auf 202 Kronen zu, obwohl der Versicherer unerwartet schwache Halbjahresergebnisse vorgelegt hatte. Sandvik rückten nach Ausweis ihrer Halbjahreszahlen um 3,50 Kronen auf 202,50 Kronen vor. Indexschwergewicht Ericsson verbesserten sich um vier Kronen auf 177 Kronen. Der finnische Rivale Nokia stieg um elf Kronen auf 372,50 Kronen.

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