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Freundliche Eröffnung in New York erwartet

Die Arbeitsmarktdaten seien zwar negativ, die Arbeitslosenquote liege jedoch nicht so hoch wie befürchtet, sagten Händler.

dpa-afx NEW YORK. Ungeachtet widersprüchlicher Arbeitsmarktdaten für den Monat September wird am Freitag mit einem freundlichen Start der Standardwerte an der New Yorker Wall Street gerechnet. Die Daten seien negativ und würden auf eine Verschlechterung der Wirtschaftssituation schon vor den Terroranschlägen am 11. September hindeuten, sagten Händler. Jedoch sei die Arbeitslosenquote nicht ganz so schlecht wie befürchtet ausgefallen.

Eine Stunde vor Börsenstart hatte das Arbeitsministerium die Arbeitsmarktdaten veröffentlicht. Danach fiel die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft unerwartet deutlich um 199 000 im Vergleich zum Vormonat. Das ist der höchste Rückgang seit mehr als zehn Jahren. Die Arbeitslosenquote verharrte dennoch unverändert bei 4,9 Prozent - Analysten hatten dagegen mit einem Anstieg auf 5,0 Prozent gerechnet.

Indes wies bis 14.45 Uhr der S&P-Dezember-Future auf festere Kurse an der New York Stock Exchange hin: Er kletterte um 0,1 Prozent auf 1 075,50 Punkte. Am Donnerstag hatte der Dow Jones Index bis zum Handelschluss um 0,69 Prozent auf 9 060,88 Punkte verloren, während der marktbreitere S&P-500 Index 0,25 Prozent auf 1 069,62 Punkte nachgab.

Auf der Unternehmensseite sorgte der Chiphersteller Advanced Micro Devices AMD ) vor Börsenstart für eine schlechte Nachricht: Auf Grund eines brutalen Preiskampfes mit Intel und fallender PC-Chip-Preise im dritten Quartal 2001 hat der Konzern einen starken Umsatzrückgang verbucht. Der AMD-Umsatz sackte gegenüber den vorangegangenen drei Monaten um 22 Prozent auf 766 Mio. USD ab. AMD hatte im August prognostiziert, der Umsatz werde im dritten Quartal um 15 Prozent fallen.

Kursgewinne könnten die Industriewerte Caterpillar und Illinois Tool Works verbuchen. Die Investmentbank Merrill Lynch hat ihre Einstufung für die beiden Titel jeweils von "accumulate" auf "buy" heraufgestuft.

Auch der Pharmakonzern Biogen könnte von einer positiven Analystenäußerung profitieren. Diese kam von Goldman Sachs: Da sich bei einem Konkurrenten die Genehmigung für ein Medikament zur Behandlung von Schuppenflechte verzögert, könnte Biogen mit seinem im August zugelassenen Mittel Amevive mehr Umsatz erzielen als erwartet.

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