Freundliche US-Futures
Dax dreht ins Plus

Der Deutsche Aktienindex (Dax) hat sich am Dienstagmittag bei Kursverlusten von Automobil- und Versicherungswerten und leichten Zugewinnen bei einigen Technologietiteln behauptet präsentiert. Dabei lag der Dax am Vormittag überwiegend im Minus, drehte dann jedoch im Gefolge deutlich positiver US-Future-Stände, die auf einen festen Auftakt an der Wall Street hindeuteten.

rtr FRANKFURT. In Frankfurt bezeichneten Börsianer den Handel als eher lustlos mit dünnen Umsätzen. "Das ist nicht Fleisch und nicht Fisch", sagte Michael Schubert, Händler bei der Bayerischen Landesbank. Der Dax notierte am Mittag mit 6 145 Punkten 0,38 % über seinem Vortagesschluss.

Für leichte Verwirrung hätte die Bilanzierungsumstellung auf IAS durch den Volkswagenkonzern gesorgt. Diese sei unübersichtlich und belaste den Kurs, sagten Händler. Die VW -Papiere führten die Liste der Verlierer mit einem Minus von 1,6 % auf 54,35 Euro an. Die am Morgen vorgelegten Zahlen für das erste Quartal seien nicht so schlecht, sagten Börsianer. Die Bilanzierung einmal nach den Richtlinien HGB und nach internationalem Standard IAS sei jedoch etwas unübersichtlich. "Wir versuchen diesen gordischen Knoten zu entschlüsseln, aber bisher ist es uns nicht gelungen", sagte Steffen Burat, Fondsmanager bei der Helaba.

Die Aktien der Daimler-Chrysler AG fielen um rund 1,1 % auf 56,15 Euro, was Händler auf einen Zeitungsbericht zurückführten, wonach die Garantieleistungen für die deutsche Marke Mercedes-Benz um mehr als das Dreifache zugenommen habe. Finanzzeitungen hatten berichtet, die Garantieleistungen seien zwischen 1998 und 2000 um 340 % auf 3,4 Mrd. DM geklettert und hätten damit in etwa die Höhe der Entwicklungskosten der Marke Mercedes erreicht. Eine Daimler-Chrylser-Sprecherin bestätigte einen Anstieg der Kosten, nannte aber keine Zahlen.

Unter Druck gerieten auch die Anteilsscheine der Lufthansa . Anhaltende Unsicherheit über den Ausgang der Tarifverhandlungen mit den Piloten der Fluglinie belaste die Kursentwicklung, hieß es. "Die Gespräche ziehen sich länger hin als erwartet", sagte ein Händler. Die Aktie notierte am Mittag um 0,2 % schwächer bei 22,46 Euro. "Bislang waren sie nicht in der Lage, sich zu einigen. Und solange sie das heute oder morgen nicht tun, deutet es auf weitere Streiks am Donnerstag hin", sagte Rolf Stegemann-Kuehnert, Aktienhändler bei der BHF Bank. Die Gespräche werden nach der Vorlage eines neuen Angebots der Lufthansa vom Montag am Dienstag fortgesetzt.

Ein neues Jahrestief bei 299,10 Euro markierten die Papiere der Münchener Rück , erholten sich bis zum Mittag aber wieder auf 305,88 Euro, was noch einen Verlust von 0,2 % bedeutete.

Die MDax-Werte tendierten leichter. Der Index notierte um 0,38 % tiefer bei 4 569 Zählern.

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