Freundliche US-Vorgaben
Händler rechnen mit 5000 Punkten beim Dax

Die deutschen Aktienmärkte werden nach der Einschätzung von Aktienhändlern am Freitag fester in den Handel starten, wobei der Energieversorger E.ON im Mittelpunkt des Interesses stehen könnte. "Ich glaube, dass der Markt vor dem Wochenende wieder über 5000 Punkte steigen wird", sagte ein Händler.

Reuters FRANKFURT. Die Vorgaben aus den USA seien sehr freundlich gewesen. Der Dax wird nach der Berechnung des Handelshauses Lang & Schwarz mit 4976 Punkten in den Handel starten. Die Citibank sieht den Dax vorbörslich bei 4975 Zählern, die Deutsche Bank bei 4982 Stellen. Am Donnerstag hatten die deutschen Standardwerte 0,41 Prozent zugelegt und bei 4936 Punkten geschlossen. Der Neue Markt, dessen Auswahlindex sich am Vortag um 1,6 Prozent erhöht hatte, wird Händlern zufolge ein bis zwei Prozent fester in den Handel starten.

In den USA hatten die Börsen am Donnerstag wegen einiger freundlicher Prognosen großer Technologiefirmen und deutlich gestiegener Auftragseingänge im Oktober fester tendiert. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte kletterte um 1,21 Prozent und die Technologiebörse Nasdaq um 2,4 Prozent.

Der Energiekonzern Eon verhandelt nach einem Zeitungsbericht mit dem französischen Bau- und Telekomkonzern Bouyges über eine Übernahme des französischen Wasserversorgers Saur per Aktientausch. Eon wolle seinen Anteil von 17,5 Prozent an der Mobilfunkfirma Bouygues Telecom an den Mischkonzern Bouygues zurückgeben und dafür 100 Prozent des Wasserversorgers Saur übernehmen. "Saur würde zu Eon passen, weil Eon noch schwach im Wassergeschäft ist", sagte ein Analyst. Die Spekulation sei jedoch nicht neu. Bisher habe sich Eon tets mit einem Kommentar zurückgehalten. "Kurzfristig ist der Deal nicht denkbar", sagte der Analyst. Im vorbörslichen Handel stiegen die Eon-Papiere um rund ein Prozent.

Die im MDax gelistete Pro Sieben Sat.1 Media AG hat nach einer schwachen Geschäftsentwicklung im Oktober und November seine Prognosen für das laufende Jahr zum wiederholten Mal gesenkt. Eine nachhaltige Verbesserung für den deutschen Fernsehmarkt, der den Schätzungen zufolge 2001 um sieben bis acht Prozent schrumpfen wird, sieht Pro Sieben Sat.1 erst in der zweiten Hälfte des Jahres 2002. Die Aktie hatte bereits an den beiden Vortagen massiv unter Abgabedruck gestanden und wird Händlern zufolge weiter nachgegeben.

Am Neuen Markt dürften erneut die Papiere des Online-Brokers Consors im Blickpunkt stehen. Einem Medienbericht zufolge will die Postbank bis Mitte Dezember ein konkretes Angebot zur Übernahme von Consors vorlegen. Bisher hatte Fimatex, die Direktbank-Tochter der französischen Societe Generale, Kaufinteresse signalisiert. "Der Deal wäre für die Postbank wegen der Kundenbasis von Consors sinnvoll. Fimatex würde aber mehr Erfahrung mitbringen", sagte ein Händler. Vorbörslich legte Consors fünf Prozent zu.

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