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Freundlicher Börsenschluss am Aktienmarkt - Dax im Plus

Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag nach einer unruhigen Börsenwoche im Kielwasser der freundlichen US-Börsen fester geschlossen. Der Dax ging mit 2,21 % im Plus bei 6 512,91 Punkten aus dem Handel. Auch die Wachstumstitel am Neuen Markt reagierten auf die deutlichen Verluste der Vortage.

dpa FRANKFURT/MAIN. Der Nemax 50, der in der Börsenwoche rund 400 Punkte verlor, schloss um 2,37 % verbessert bei 3 228,44 Punkten. Nachdem der MDax im Plus gestartet war, büßte er zum Sitzungsschluss 0,90 % auf 4 643,69 Stellen ein.

"Wir schwimmen weiter im Kielwasser der US-Börsen", kommentierte ein Börsianer den Anstieg der High-Tech-Aktien. Die defensiven Titel seien dagegen unter Druck geraten. In einem allgemein nervösen Markt ist nach Ansicht der Frankfurter GZ-Bank auch in der nächsten Woche keine klare Bodenbildung an den Börsen zu erwarten.

Zu den größten Dax-Gewinnern gehörten SAP , die um 9,40 % auf 162,50 Euro anstiegen. Marktbeobachter begründeten dies mit den festeren US-Börsen, die sich zuletzt freundlich präsentierten: Der technologieorientierte NASDAQ Composite verbesserte sich bis 20.30 Uhr um 4,94 % auf 2 726,30 Punkte, während der Dow Jones Index für die 30 Industriewerte leicht um 0,19 % auf 10 434,21 Stellen anstieg. Mit dem Rückenwind der US-Börsen stieg auch der EuroStoxx50 in Paris um 1,03 % auf 4 839,27 Stellen. Die Börse ind London schloss fester, während sich die Pariser Börse unverändert zeigte.

DaimlerChrysler-Papiere schalteten nach den Kursverlusten zu Wochenanfang einen Gang hoch. Die Aktie stieg um 3,73 % auf 45,65 Euro. Analyst Klaus Weiermann von der WGZ-Bank wertet die Gewinne der DaimlerChrysler-Aktie als normale Gegenbewegung nach den Verlusten der vergangenen Tage.

Fresenius Mecical Care verliert 8 %

Dax-Verlierer waren Fresenius Medical Care (FMC) mit einem Verlust von 8,03 % auf 87,65 Euro. Ein Unternehmenssprecher führte den Kursrückgang auf eine US-Klage gegen den früheren Asbestproduzenten W.R. Grace zurück. Auch gegen Fresenius Medical Care und die Banken, die an der Transaktion um National Medical Care im Jahre 1996 beteiligt waren, sei Klage erhoben worden. Fresenius Medical Care war aus der Zusammenlegung der Dialysetätigkeit von Fresenius und National Medical Care entstanden, die zu W.R. Grace gehörten. Nach Aussage von Pressesprecher Oliver Heieck habe sich W.R. Grace verpflichtet, die FMC sowie alle weiteren Tochtergesellschaften bei Schadenersatzforderungen im Zusammenhang mit Asbest schadlos zu halten. Fresenius oder Fresenius Medical Care hätten nie Asbestprodukte hergesellt.

Die Aktien der Deutsche Telekom gewannen 3,41 % auf 37,34 Euro. Das Investmenthaus Lehman Brothers sieht die Deutsche Telekom weiter als "Outperformer". Allerdings reduzierten die Experten ihr Kursziel für die Aktie von 52,00 auf 46,00 Euro.

Der Euro zeigte sich deutlich über 87 US-Cent. Die Gemeinschaftwährung im Euroraum kostete zuletzt 0,8768 $. Der $ kostete im Devisenhandel 2,2306 DM. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 0,8735 (Donnerstag: 0,8684) $ fest. Für den $ mussten damit 2,2391 (2,2522) DM gezahlt werden.

Der Rentenmarkt zeigte sich fast unverändert. Der Bund-Future fiel um 0,1 % auf 107,30 Punkte. Der Rentenmarktindex REX legte um 0,1 % auf 111,40 Zähler zu. Die Bundesbank stellte die Umlaufrendite mit 5,02 (Donnerstag 5,06) Prozent fest.

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