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Freundlicher Handelsauftakt erwartet

Optimismus herrscht am Morgen an der Wall Street. Die Futures deuten auf einen freundlichen Handelstart. Die Hoffung, dass die sechste Notenbanksitzung spätestens bis Ende des vierten Quartals die beflügelnde Wirkung auf die US-Wirtschaft hat, treibt die Futures vorbörslich ins Plus. Anleger warten in der nun beginnenden Quartalssaison zuversichtlich auf erfreuliche Geschäftsdaten.

Schlechte Nachrichten scheinen dem Markt am Morgen wenig anhaben zu können. Die Aktie von Corning gehört vorbörslich zu den am meisten gehandelten Werten und tendiert freundlich. Bereits am Montag nach Handelsschluss hatte der Netzwerkausrüster bekannt gegeben, dass er in Kürze drei Fabriken verkaufen und über 1000 Mitarbeiter entlassen wolle. Corning-Chef John Loose geht davon aus, dass die Probleme im Telekommunikations-Sektor weitere zwölf bis 18 Monate anhalten werden. Das Unternehmen rechnet durch die Umstrukturierungsmaßnahmen mit vorsteuerlichen Kosten in Höhe von rund fünf Milliarden Dollar. Die Wall Street spekulierte nachbörslich, ob Corning die Gewinnprognosen erfüllen wird. Nachdem die Anleger eine Nacht darüber geschlafen haben, scheinen sie es entspannt zu sehen. Neben der Aktie von Corning notieren auch das Papier vor JDS Uniphase und Ciena im Plus.

Während der Netzwerksektor am Dienstag gegen schlechte Nachrichten immun zu sein scheint, dürfte der Mobilfunksektor unter Druck geraten. Die Analysten von Deutsche Bank Alex Brown senken die Ergebnisprognosen für Motorola. Der Mobilfunkkonzern wird am Mittwoch nach Handelsschluss Quartalszahlen veröffentlichen. Während die Mehrheit der Analysten bisher von einem Verlust von zwölf Cents pro Aktie ausging, rechnen die Experten der Deutschen Bank wegen der schwachen Entwicklung im Mobilfunk- und Chipsektor mit einem Fehlbetrag von 15 Cents pro Aktie. Konkurrent Nokia notiert vorbörslich stärker.

Analystenschelte bekommt auch Texas Instruments am Dienstag zu spüren. Die Analysten von Credit Suisse First Boston reduzieren die Erwartungen für den Chiphersteller für das zweite Quartal. Dem Hersteller von Halbleitern für den Mobilfunksektor macht die Entwicklung auf dem Chip- und Mobilfunksektor ebenfalls zu schaffen.

Wenig beschwingende Worte verliert das Brokerhaus Lehman Brothers über die Entwicklung der Werbeausgaben. Die Analysten befürchten, dass sich die Werbeausgaben in diesem und im kommenden Geschäftsjahr weiterhin schwach entwickeln werden. Sie reduzieren die Wachstumsprognosen für dieses Geschäftsjahr als auch für das Jahr 2002. Vor allem Walt Disney werde unter der schwachen Werbeentwicklung auf dem TV-Markt zu leiden haben. Mediengigant Viacom machte zusätzlich die kränkelnde Entwicklung der Werbeeinnahmen im Radio-Bereich zu schaffen. Bei dieser Entwicklung halten es die Analysten für fraglich, ob Viacom das Kursziel von 71 Dollar erreichen können wird.

Ärgerlich dürften die Anleger am Morgen über Xerox sein. Der größte Hersteller von Kopierern streicht die Dividende. Erst im Oktober hatte Xerox die Dividendenzahlungen von 20 auf fünf Cents pro Aktie gekürzt. Durch die Streichung der Dividende sollen dieses Jahr Kosten in Höhe von 140 Millionen Dollar eingespart werden. Nun gehen die Aktionäre komplett leer aus. Das Management hatte angekündigt, im Laufe des Jahres Kosten in Höhe von einer Milliarde Dollar einzusparen. Dazu soll unter anderem die Belegschaft um rund zehn Prozent gekürzt werden. Zudem sollen Vermögenswerte im Wert von vier Milliarden Dollar verkauft werden. Im laufenden Quartal wird voraussichtlich noch ein Verlust von zehn Cents pro Aktie anfallen. Die Aktie notiert im außerbörslichen Handel drei Prozent schwächer.

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