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Freundlicher Handelsstart erwartet

Das Thanksgiving-Wochende dauert an. Und obwohl viele Anleger einen Brückentag genommen haben und nicht vor Sonntag aus dem verlängerten Wochenende zurückkehren werden, sieht es gerade an der Nasdsaq nach einem freundlichen Handelstag aus. Sowohl die US-Technologiebörse als auch die New York Stock Exchange werden heute bereits um 13.00 Uhr Ortszeit schließen.

Die Futures deuten auf einen freundlichen Start. Der S&P 500 Future steht mit 16 Punkten im Plus. Der Eröffnungsindikator der Nasdaq liegt sogar mit fast 90 Punkten im grünen Bereich und deutet auf Kursgewinne an New Yorks Technologiebörse.



Neuigkeiten vom Schlachtfeld des US-Präsidentschaftswahlkampfs beflügeln den Markt. Nachdem der Bezirk Miami Dade County am Mittwoch beschloss die Handauszählung in dem Wahlbereich einzustellen, bestätigte das Oberste Gericht in Florida die Entscheidung der Kommission. Die Wahrscheinlichkeit, dass Al Gores die Mehrheit der Wahlstimmen bis Sonntag auf sich vereinen wird, sinkt zunehmend. Den Tabak- und Pharmawerten dürfte diese Entwicklung Wind in die Segel blasen, da diese Industrien von dem Wahlsieg der Republikaner profitierten. Doch auch Technologiewerte dürften von der baldigen Entscheidung der Wahl profitieren. Der Nasdaq Index verlor seit dem Wahltag 660 Punkte.



Für Bewegung dürfte ebenfalls die anstehende Technologiekonferenz bei Credit Suisse sorgen. Ab Montag werden rund 220 Top Manager vor über 550 institutionellen Investoren über die Aussichten und den aktuellen Stand ihrer Unternehmen sprechen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich derart große Konferenzen positiv auf die jeweilige Branche ausgewirkt haben. Ab Montag mit von der Partie sind unter anderem Dell Computer, Nortel Networks, Oracle und Texas Instruments.



i2 Technologies fällt vorbörslich. Investoren zeigen sich alarmiert über Personalveränderungen beim Hersteller für Internetsoftware. Der COO Bob Evans verlässt das Unternehmen. Doch die Credit Suisse beruhigt die Anleger. An der Finanzlage von i2 werde sich nichts ändern. Die Aktie sei auch nach der Kündigung aggressiv kaufenswert, da i2s abgerundete Produktpalette noch immer ungeschlagen sei.



In die Tiefe gehen könnte es heute darüber hinaus für Quaker Oats. Der amerikanische Lebensmittelkonzern verkauft sich zu teuer. Nach Coca-Cola beendet auch die französische Danone SA die Übernahmegespräche mit Quaker Oats. Für die Aktionäre beider Unternehmen lohnt es sich nicht, Quaker zu akquirieren. Jetzt muss Quaker Oats das Angebot von Pepsi noch einmal überdenken, dass der Produzent von Frühstücksflocken und dem attraktiven Sportgetränk Gatorade vor zwei Wochen abgelehnt hatte. Der Übernahmepreis von 14,2 Milliarden Dollar war Quaker Oats nicht ausreichend. Quaker Oats tendieren im New Yorker Handel schwächer.



Auch Nordstrom gerät am Morgen unter Druck. Der Bekleidungs-Einzelhändler gab bekannt, hat die Entwicklung weiterer Filialen in Cincinnati und Pittsburgh auf Eis zu legen. Nordstrom will sich vorerst auf die bestehenden Geschäfte konzentrieren. Der Einzelhändler hat in den vergangenen Jahren Marktanteile an die Konkurrenz verloren.



Caterpillar

, der weltgrößte Baumaschinenhersteller, gibt ein 50/50 Joint Venture mit DaimlerChrysler bekannt. Die Allianz will mittelschwere LKW-Motoren und Benzinsysteme herstellen, die von beiden Joint Venture Partnern verwendet und auch an Dritte verkauft werden. Bereits ab Beginn der Zusammenarbeit soll die Ertragslage von Caterpillar profitieren, erklärte das Management. Der Umatz des Joint Ventures soll in diesem Jahr bei rund 2,6 Milliarden Dollar liegen. Die Investmentbank Goldman Sachs äußert sich der Partnerschaft gegenüber skeptisch. ABM Amro bestätigt die Einstufung von Caterpillar mit "kaufen" und setzt ein Kursziel von 51 Dollar.

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