Archiv
Freundlicher Handelsstart erwartet

Die Technologiewerte notieren vorbörslich stärker. Der Nasdaq, der seit dem Wahltag am 7. November rund 660 Punkte verloren hat, könnte heute einen freundlichen Handelstag erleben. Denn wieder hofft Amerika, einen neuen Präsidenten zu erhalten.

Katherine Harris, die Innenministerin aus Florida erklärte George W. Bush gestern zum Wahlsieger in dem US-Bundesstaat. Der Republikaner hatte bis zum Ablauf der Frist der Nachzählungen einen Vorsprung von 537 Stimmen. Eine weitere Entscheidung will das Oberste Gericht zwar erst am Freitag treffen, doch den Futures hilft die wiedererweckte Hoffnung auf einen Präsidenten am Montagmorgen auf die Sprünge.



Das Eröffnungsbarometer der Nasdaq liegt nach dem verlängerten Thanksgiving-Wochenende mit 61 Punkten im Plus. Der S&P 500 Future notiert mit elf Punkten im positiven Terrain.



Der Einzelhandel kann sich nach der ersten Woche der vorweihnachtlichen Einkaufszeit freuen. Preisrabatte von bis zu 50 Prozent auf Spielzeug, Elektronik und Kleidung zogen rund 67 Millionen Menschen in die Kaufhäuser. Die Umsätze von Läden, die über ein Jahr geöffnet sind, lagen am Freitag 4,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Zwar fielen die Steigerungsrate im Vergleich zum Vorjahreszeitraum niedriger aus, können die Erwartungen jedoch um 0,6 Prozent übertreffen.



Befürchtungen, nach denen die Korrektur am Aktienmarkt, gekoppelt mit den höheren Energiepreisen und Zinsen den Konsum bremsen würde, hatten den Einzelhandel beschäftigt. Unternehmen wie Wal-Mart dürfte die Nachricht freuen.



Micron

Technologies dürften heute unter schlechten Kommentaren von ABN Amro leiden. Die Analysten stuften die Gewinnprognosen für 2001 von 3,70 Dollar auf zwei Dollar pro Aktie ab. Damit liegen die Schätzungen nun unter den Durchschnittsprognosen anderer Investmenthäuser von 3,22 Dollar pro Aktie. Damit bleiben die Wachstumsbedenken für den Technologiesektor im Markt.



Wachstumsbedenken könnten ebenfalls die Aktie von Ericsson belasten. Auch Merrill Lynch reduzierte die Gewinnerwartungen für das laufende und das folgenden Geschäftsjahr 2001. Das Kursziel sehen die Experten nur noch bei 14 Dollar, empfehlen Ericsson dennoch weiterhin zum Kauf.



Texas Instruments

und Atmel dürften unter den schlechten Nachrichten der Deutsche Bank Alex Brown leiden. Denn auch hier korrigieren die Analysten die Gewinnerwartungen der Unternehmen. Wegen der schleppenden PC-, Mobilfunk- und Endverbrauchernachfrage rechnen die Analysten damit, dass die Gewinnerwartungen verfehlt werden könnten.



Das Brokerhaus Merrill Lynch sagt am Morgen die für Dezember geplante Internetkonferenz wegen mangelndem Interesse seitens der Investoren ab. Ursprünglich sollte die Tagung in Arizona zwischen dem 10. und 13. Dezember stattfinden. Die Tagung ist nun auf den Frühling verschoben. Bei Credit Suisse First Boston fängt die Technolgie-Konferenz dagegen heute an.



Boeing

freut sich über ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Der Flugzeughersteller hat in diesem Jahr alleine 113 seiner Boeing 777 Maschinen verkauft. Mit Umsätzen von bis zu 18 Milliarden Dollar verbucht das Unternehmen in diesem Jahr ein Rekordergebnis.



Kollege Lockheed Martin bekommt Unterstützung von Goldman Sachs. Die Analysten bestätigen den Wert auf "überdurchschnittlicher Marktperformer", nachdem der 1,67 Milliarden Dollar Verkauf von einzelnen Segmenten der Waffenabwehr-Technologie an die englische BAE Systems kurz vor dem Abschluss steht. Am 22. November hat das Finanzministerium den Deal abgesegnet. Man habe keine Bedenken, was die nationalen Sicherheiten der USA betrifft. Nach Abschluss des Verkaufs, sinkt der Schuldenberg des Rüstungskonzerns von 11,5 Milliarden Dollar Ende 1999 auf rund 8,5 Milliarden Dollar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%