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Freundlicher Handelsstart erwartet

Nach der gestrigen Rally notierten die Futures auch am Morgen im Plus. Die Hoffnung, dass die Zinssenkungen der Notenbank die US-Wirtschaft bald wieder auf einen grünen Zweig treiben wird, beflügelt die Märkte. Die Angst vor schlechten Geschäftszahlen nehmen den Anlegern am Morgen die Quartalsergebnisse von Hewlett-Packard. Die guten Resultate beflügeln vor allem Computerwerte.

Ebenfalls zur guten Stimmung tragen die vorbörslich veröffentlichten Konjunkturdaten bei. In der vergangenen Woche ging die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung auf 380 000 und damit das niedrigste Niveau seit März zurück. Auch wenn die nachhaltige Erholung der US-Wirtschaft noch etwas länger auf sich warten lassen wird, der Trend stimmt bereits wieder.

Hewlett-Packard, der Computer- und Druckerhersteller konnte am Mittwoch nach Handelsschluss erfreuliche Geschäftsergebnisse vorlegen. Hewlett-Packard erwirtschaftete im zweiten Quartal einen Gewinn von 16 Cents pro Aktie. Gemessen an den Gewinnen vor außerordentlichen Posten, konnten die Schätzungen der Analysten um drei Cents geschlagen werden. Der Umsatz fiel im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent auf 11,6 Milliarden Dollar. Was das angebrochene Quartal betrifft, rechnet das Management mit einem Umsatz auf oder bis zu fünf Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. In der bisherigen Prognose peilte Hewlett-Packard ein kaum verändertes Umsatzniveau an. Man geht jedoch davon aus, dass der Gewinn pro Aktie dennoch die Erwartungen von 23 Cents pro Aktie erreichen kann. Nach Handelsschluss wird Computerkonzern Dell heute Quartalszahlen melden. IBM freut sich am Morgen über einen Auftrag des Max Planck Institutes. Big Blue soll den größten Supercomputer Europas entwickeln.

Ebenfalls freundlich in den Handelstag starten dürften die Aktien der Citigroup. Das US-Finanzinstitut kauf die mexikanische Großbank Banacci. Der Kaufpreis beläuft sich auf 12,5 Milliarden Dollar zu jeweils 6,5 Milliarden Dollar in Barmitteln und weiteren 6,5 Milliarden Dollar in Citigroup-Aktien. Das Management geht davon aus, dass der Zukauf der Ertragslage der Citigroup bereits im ersten Jahr nach dem Zusammenschluss zugute kommen wird.

Photokonzern Polaroid verliert dagegen vorbörslich an Wert. Das Unternehmen verkauft eine seiner Fabriken in Massachusetts. Mit den Einnahmen aus dem Verkauf versucht Polaroid einen Teil der Schulden zu begleichen.

Auch AOL Time Warner büßt vorbörslich Punkte ein. Nach dem Kauf von Time Warner sind für AOL Kosten in Höhe von rund einer Milliarde Dollar entstanden. Der Großteil der aufgelaufenen Restrukturierungskosten ergab sich durch den Arbeitsplatzabbau. Bisher sind rund 2400 von insgesamt 85 000 Beschäftigten entlassen worden. Das Unternehmen hat unter anderem Abfindungszahlungen geleistet. AOL Time Warner verkauft zurzeit Vermögensanteile und reduziert den Personalstamm, um seine selbst gesteckten Ziele zu erreichen. Demnach sollen in diesem Jahr elf Milliarden Dollar in Cash verfügbar sein. Analysten zeigten sich überrascht über die Höhe der Kosten, werteten den Arbeitsplatzabbau aber positiv für die Unternehmensentwicklung. AOL hat Time Warner für 124 Milliarden Dollar übernommen, die Akquisition wurde im Januar abgeschlossen.

Zu einer der meistgehandelten Aktien gehört am Morgen Ciena. Der US-Hersteller von Glasfasertechnologie meldete einen Verlust für das zweite Quartal in Höhe von 17 Cents pro Aktie. Exklusive außerordentlicher Kosten, konnte jedoch ein Gewinn von 20 Cents pro Aktie erzielt werden. Damit werden die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten um vier Cents übertroffen. Das Management bestätigt gleichzeitig die Wachstumsprognosen für das Fiskaljahr 2001.

Auch Intel läutet eine neue Epoche ein. Der weltweit größte Chiphersteller will heute einen neuen, leistungsfähigeren Chip vorstellen. Das berichtet das Wall Street Journal. Der Halbleiter soll die Leistung von drei Chips erbringen. Dadurch sollen elektronische Geräte in Zukunft noch kleiner werden. Ab wann die neuen Chips verkauft werden sollen, wurde zunächst noch nicht mitgeteilt. Unabhängig von der Ankündigung der Minichips plant Intel eine Kooperation mit der British Telecom. Gemeinsam wollen die Unternehmen Mobilfunklösungen entwickeln. Die Aktie tendiert vorbörslich im Plus.

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