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Freundlicher Handelsstart

Der Wall Street steht ein freundlicher Handelsstart bevor. Am letzten Tag des Quartals zeigen sich die Indizes noch einmal von ihrer besseren Seite. Der S&P 500 Future deutet mit sieben Punkten ins Plus. Der Eröffnungsindikator der Nasdaq notiert vorbörslich fast 30 Punkte im Plus.

Vor Handelsstart veröffentlichte Konjunkturdaten sorgen für Zuversicht. Zwar gingen die privaten Ausgaben von 0,7 Prozent im Vormonat auf 0,3 Prozent im Februar zurück. Doch scheint sich die Entwicklung nach Zeiten sinkender Ausgaben nun wieder zu stabilisieren. Die Mehrheit der Experten hatte mit privaten Ausgaben in Höhe von 0,3 Prozent gerechnet. Das Einkommen der Haushalte stieg im gleichen Zeitraum um 0,4 Prozent und damit stärker, als die Analysten erwartet hatten. Auch hier scheint sich die Entwicklung weiter zu verbessern. In Zeiten einer befürchteten Rezession können solche Zahlen Anleger beruhigen.

Doch für die Wall Street ist die Talsohle noch nicht erreicht. Zwar ist eine Vielzahl von Aktien günstig zum Einstieg, doch ist der Abwärtstrend noch nicht beendet. Die US-Wirtschaft zeigt zwar erste Anzeichen einer Erholung, doch könnte die angeschlagene Wirtschaftslage in Europa, Asien und Lateinamerika die Unternehmenserträge der US-Wirtschaft mehr belasten als erwartete.

Zu den vorbörslich meistgehandelten Aktien zählt zum Wochenschluss IBP. Die Aktie des Lebensmittelherstellers verliert vor Handelsbeginn fast 30 Prozent an Wert, nachdem Tyson Foods die Übernahmegespräche nun nach drei Monaten abbricht. Lebensmittelkonzern Tyson Foods sollte 3,2 Milliarden Dollar in Barmitteln und Aktien zahlen. Nun könnte Konkurrent Smithfield Foods versuchen IBP zu übernehmen, so das Wall Street Journal. Doch auch ein potenzieller neuer Übernahmekandidat nützt der Aktie am Morgen nicht. Die Anleger von Tyson Foods sind dagegen erleichtert. Die Aktie legt vor Handelsbeginn fast 17 Prozent an Wert zu.

Spekulationen, nach denen die Citigroup American Express kaufen will, beflügeln am Morgen den Finanzsektor. Nachdem ein Finanzexperte sich in einem Interview mit der BusinessWeek zuversichtlich zu einer möglichen Übernahme geäußert hatte, legt die Aktie von American Express vor Handelsbeginn an Wert zu. Das viertgrößte Kreditkarteninstitut der USA gehörte im vergangenen Jahr zu einem der gefragtesten Werte. Nun ist das Kreditinstitutzu einem Discountpreis zu haben. Für die Citigroup wäre die Übernahme von Vorteil, da sie neben dem bekannten Markennamen 53 Millionen Kunden von American Express dazugewinnen würde. Laut der BusinessWeek sind auch das Brokerhaus Morgan Stanley Dean Witter und die American International Group an dem Kauf von American Express interessiert. Weder American Express noch Citigroup äußerten sich bisher zu den Spekulationen. Die Aktie der Citigroup tendiert dagegen vorbörslich schwächer.

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