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Freundlicher Handelsstart

Der Wall Street eröffnet freundlich. Den Nasdaq Index treibt jedoch eine Reihe von Gewinnwarnungen in den ersten Handelsminuten in den negativen Bereich. Viele Anleger sind froh, dass die enttäuschende Quartalssaison nun vorbei ist. Zum ersten mal seit dem dritten Quartal 1998 sind die Gewinne gegenüber dem Vorjahr gefallen. Die im S&P 500 Index gelisteten Unternehmen haben im Durchschnitt den größten Gewinnrückgang seit zehn Jahren verbucht. Rund 150 der 500 im S&P Index gelisteten Unternehmen haben Gewinnwarnungen veröffentlicht. Der Nasdaq Index hat seit Jahresanfang 26 Prozent an Wert eingebüßt. Der Dow Jones Index hat rund neun Prozent an Punkten verloren.

Doch für die Wall Street ist die Talsohle noch nicht erreicht. Zwar ist eine Vielzahl von Aktien günstig zum Einstieg, doch ist der Abwärtstrend noch nicht beendet. Die US-Wirtschaft zeigt zwar erste Anzeichen einer Erholung, doch könnte die angeschlagene Wirtschaftslage in Europa, Asien und Lateinamerika die Unternehmenserträge der US-Wirtschaft mehr belasten als erwartete.

Vor Handelsstart veröffentlichte Konjunkturdaten sorgen für Zuversicht. Zwar gingen die privaten Ausgaben von 0,7 Prozent im Vormonat auf 0,3 Prozent im Februar zurück. Doch scheint sich die Entwicklung nach Zeiten sinkender Ausgaben nun wieder zu stabilisieren. Die Mehrheit der Experten hatte mit privaten Ausgaben in Höhe von 0,3 Prozent gerechnet. Das Einkommen der Haushalte stieg im gleichen Zeitraum um 0,4 Prozent und damit stärker, als die Analysten erwartet hatten. Auch hier scheint sich die Entwicklung weiter zu verbessern. In Zeiten einer befürchteten Rezession können solche Zahlen Anleger beruhigen.

Zu den meistgehandelten Aktien zählt am Morgen IBP. Die Aktie des Lebensmittelherstellers verliert vor Handelsbeginn fast 30 Prozent an Wert, nachdem Tyson Foods die Übernahmegespräche nun nach drei Monaten abbricht. Lebensmittelkonzern Tyson Foods sollte 3,2 Milliarden Dollar in Barmitteln und Aktien zahlen. Nun könnte Konkurrent Smithfield Foods versuchen IBP zu übernehmen, so das Wall Street Journal. Doch auch ein potenzieller neuer Übernahmekandidat nützt der Aktie am Morgen nicht. Die Anleger von Tyson Foods sind dagegen erleichtert. Die Aktie legt fast 13 Prozent an Wert zu.

Spekulationen, nach denen die Citigroup American Express kaufen will, beflügeln am Morgen den Finanzsektor. Nachdem ein Finanzexperte sich in einem Interview mit der BusinessWeek zuversichtlich zu einer möglichen Übernahme geäußert hatte, legt die Aktie von American Express an Wert zu.

Das viertgrößte Kreditkarteninstitut der USA gehörte im vergangenen Jahr zu einem der gefragtesten Werte. Nun ist das Kreditinstitut zu einem Discountpreis zu haben. Für die Citigroup wäre die Übernahme von Vorteil, da sie neben dem bekannten Markennamen 53 Millionen Kunden von American Express dazugewinnen würde. Laut der BusinessWeek sind auch das Brokerhaus Morgan Stanley Dean Witter und die American International Group an dem Kauf von American Express interessiert. Weder American Express noch Citigroup äußerten sich bisher zu den Spekulationen. Die Aktie der Citigroup tendiert schwächer.

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