Freundschaftsvertrag soll unterzeichnet werden
Russisch-chinesischer Gipfel in Moskau

Der russische Präsident Wladimir Putin und der chinesische Staats- und Parteichef Jiang Zemin haben am Montag in Moskau ihre Gipfelgespräche aufgenommen. Im Mittelpunkt ihrer Unterredung im Kreml sollten nach Angaben von Diplomaten die umstrittenen Raketenabwehrpläne der USA (NMD) stehen.

dpa MOSKAU. Beide Länder wollen dabei ihren Widerstand koordinieren. In einem gesonderten Dokument wollten Putin und Jiang ihre ablehnende Haltung gegen das Vorhaben bekräftigen, die sie bereits im Juli vergangenen Jahres in Peking in einer gemeinsamen Erklärung festgehalten hatten.

Vor dem Treffen hatten beide Länder jedoch ausgeschlossen, dass der gemeinsame Widerstand gegen die US-Raketenabwehrpläne zu einer weit reichenden Allianz Russlands und Chinas in der Weltpolitik führt.

Ferner wollen Jiang und Putin einen Freundschaftsvertrag ihrer beiden Länder unterzeichnen. Dieser Vertrag, der keine militärische Komponente enthält, soll detaillierte Richtlinien für langfristige bilaterale Beziehungen enthalten. Beiden Ländern geht es vor allem um eine engere Zusammenarbeit gegen politischen Extremismus und Separatismus in ihren Grenzregionen. "Wir streben kein wie auch immer geartetes Militärbündnis an", sagte Putin dazu in einem Interview der italienischen Zeitung "Corriere della Sera".

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